Nichts Ungeziemendes getan

Online seit dem 16.01.2018, Bibelstellen: Lukas 23,41

„Dieser aber hat nichts Ungeziemendes getan“ (Lk 23,41).

Was für ein wunderbares Zeugnis über die Vollkommenheit des Herrn Jesus aus dem Mund eines gekreuzigten Übeltäters! Angesichts der offenen Feindschaft der Menschen gegenüber dem Heiland der Sünder lässt Gott die Vollkommenheit seines geliebten Sohnes durch den Mund eines todgeweihten Räubers verkünden. Dieser Verbrecher sah, was die meisten Menschen damals (und heute) nicht sahen, etwas, was nur Gott selbst ihm gezeigt haben konnte: die Vollkommenheit des Mannes in der Mitte. Zugleich erkannte er den großen Unterschied zwischen sich selbst, einem verlorenen Sünder, und dem Heiligen und Fleckenlosen. Manches mag er in seinem Leben über diesen Menschen schon gehört und vielleicht auch selbst gesehen haben, aber jetzt sah er die Dinge zum ersten Mal im Licht Gottes.

Er erkannte die ganze Bosheit der Menschen sowie die Verderbtheit seines eigenen Herzens, aber auch die moralische Vollkommenheit des Mannes der Schmerzen. Die Art und Weise, wie sich der Herr Jesus angesichts der Anfeindung und Verhöhnung von Seiten der Menschen verhielt, und die Worte der Liebe, die er sprach, müssen einen tiefen Eindruck auf seine Seele gemacht haben. Im Glauben ergriff er die Rettung, die allein in seiner Person zu finden ist (Lk 23,42; vgl. Apg 4,12).

Der Übeltäter ist seitdem längst im Paradies in der Gegenwart seines Herrn. Aber sein wunderbares Zeugnis hat Gott für immer in seinem Wort aufgezeichnet: „Dieser aber hat nichts Ungeziemendes getan.“ Das ganze Leben des Herrn Jesus war tadellos. Stets tat und sagte er das Richtige in der richtigen Art und Weise und zum richtigen Zeitpunkt. Nie tat er etwas, was nicht angemessen gewesen wäre. Er war vollkommen ausgewogen in allen seinen Wegen und Worten. Seinem Beispiel sollen wir folgen, „der keine Sünde tat, noch wurde Trug in seinem Mund gefunden, der, gescholten, nicht wiederschalt, leidend, nicht drohte, sondern sich dem übergab, der gerecht richtet“ (1. Pet 2,21–23).

Daniel Melui