Der größte Sieg

Online seit dem 24.02.2018, Bibelstellen: Johannes 19,30

Der Herr Jesus ist der Sieger von Golgatha. Er hat das große und schwere Erlösungswerk vollbracht. Dafür gab Er alles auf, was Er hatte. Wie ein Kaufmann, der schöne Perlen sucht, verkaufte Er alles, was Er hatte, um diese eine sehr kostbare Perle zu besitzen (Mt 13,45.46). Er wurde arm, damit wir durch seine Armut reich würden (2. Kor 8,9). Er machte sich selbst zu nichts, um uns alles zu schenken (Phil 2,7). Er, der es nicht für einen Raub achtete, Gott gleich zu sein, denn Er war „Gott, gepriesen in Ewigkeit“, nahm um unsretwillen Knechtsgestalt an und wurde wahrer Mensch, der in Demut und Sanftmut über diese Erde ging (Phil 2,6.7; Röm 9,5). Der Gebieter wurde gehorsamer Knecht, der allezeit den Willen seines Gottes und Vaters erfüllte (Joh 8,29).

Aber damit nicht genug: Er, der alle Macht hatte, wurde in Schwachheit gekreuzigt (2. Kor 13,4). Er, der das Licht ist und alles erleuchtet, wurde am Kreuz von tiefster Finsternis umhüllt (Mt 27,45; Mk 15,33). Er, der keine Sünde kannte, wurde in den drei finsteren Stunden zur Sünde gemacht (2. Kor 5,21). Ja, derjenige, der das Leben war und ist, ging in den Tod, um Leben und Unverweslichkeit ans Licht zu bringen (2. Tim 1,10). Er kam aus den höchsten Höhen und stieg in die tiefsten Tiefen, um Gott unendlich zu verherrlichen und uns Menschen zu erlösen (Ps 88,7). Er gab nicht nur alles, was Er hatte, sondern Er gab sich selbst.

Aber gerade da, wo der Herr so unsagbar litt und starb, errang Er den größten Sieg. Was wie eine schmähliche Niederlage aussah, war in Wirklichkeit ein ewiger Sieg, auf den sich alle Segnungen der neuen Schöpfung gründen. Von diesem gewaltigen Sieg legte Er selbst Zeugnis ab, als Er am Kreuz ausrief: „Es ist vollbracht!“ (Joh 19,30). Aber auch Gott selbst legte Zeugnis davon ab, als der Vorhang des Tempels von oben bis unten in zwei Stücke zerriss (Mt 27,51; Mk 15,38). Aber den deutlichsten Beweis seines ein für alle Mal errungenen Sieges sehen wir darin, dass Gott Ihn aus den Toten auferweckt und Ihm den Ehrenplatz zu seiner Rechten gegeben hat (Apg 2,24.32; 5,30; 17,31; Eph 1,20.21). Dort sehen wir Ihn nun zur Rechten der Majestät in der Höhe sitzen, mit Herrlichkeit und Ehre gekrönt (Heb 1,3; 2,9). Und bald wird die ganze Welt von seinem herrlichen Sieg erfahren, wenn Er in Macht und großer Herrlichkeit wiederkommen wird, um auf dieser Erde sein ewiges Reich aufzurichten (vgl. Off 1,7). Dann wird Dem, der sich so tief herabließ und sich selbst gab, alle Ehre werden, die Ihm gebührt.

Daniel Melui