Abhängigkeit im Leben Jesu (73)

Online seit dem 05.03.2018, Bibelstellen: Lukas 24,29-30

Der Unwandelbare

Und es geschah, als er mit ihnen zu Tisch lag, dass er das Brot nahm und segnete; und als er es gebrochen hatte, reichte er es ihnen. Ihre Augen aber wurden aufgetan, und sie erkannten ihn; und er wurde ihnen unsichtbar. Und sie sprachen zueinander: Brannte nicht unser Herz in uns, als er auf dem Weg zu uns redete und als er uns die Schriften öffnete?“ (Lukas 24,29.30).

Er nimmt Brot, dankt dafür, bricht es und gibt es ihnen. Am Tag seines größten Triumphs handelt Er nicht leichtfertig, sondern bleibt der abhängige Mensch, der Gott für die Nahrung dankt und den Menschen dient. So wie Er vorher für die fünf Brote und zwei Fische oder die sieben Brote und die kleinen Fische gedankt hatte, so auch hier. Er ist Derselbe –  vor und nach seiner Auferstehung.

Die beiden Jünger waren niedergeschlagen (Lk 24,17). Der Glaube dieser Zwei war nur noch wie ein klimmender Docht, der kurz vor dem Erlöschen war. Jesaja hatte im Blick auf Christus geschrieben: „Den glimmenden Docht wird er nicht auslöschen“ (Jes 42,3). Genau das sehen wir hier: Er kam, um ihren Glauben wieder anzufachen, so dass sie kurze Zeit später sagen können: „Brannte nicht unser Herz in uns, als er auf dem Wege zu uns redete?“ (Lk 24,32).

Bist du im Moment niedergeschlagen und enttäuscht, weil sich Dinge anders entwickelt haben, als du es dir erhofft hast? Grade in solchen Tagen möchte der Herr dir ganz besonders nahe sein und dir ein tiefes Bewusstsein seiner Liebe schenken. Gott tröstet die Niedergeschlagenen (vgl. 2. Kor 7,6)!

Besonders in der heutigen Zeit, wo es so viel Versagen im Volk Gottes gibt wie nie zuvor, ruft der treue Zeuge Gottes dir ganz persönlich zu: „Siehe, ich stehe an der Tür und klopfe an; wenn jemand meine Stimme hört und die Tür öffnet, zu dem werde ich hineingehen und das Abendbrot mit ihm essen, und er mit mir“ (Off 3,20).

Öffne Ihm durch eine bewusste Willensentscheidung dein verwundetes Herz, so wie die beiden Jünger Ihm ihr Haus öffneten. „Denn so spricht der Hohe und Erhabene, der in Ewigkeit wohnt und dessen Name der Heilige ist: Ich wohne in der Höhe und im Heiligtum und bei dem, der zerschlagenen und gebeugten Geistes ist, um zu beleben den Geist der Gebeugten und zu beleben das Herz der Zerschlagenen“ (Jes 57,15).

Jan Philip Svetlik