Verstand

Online seit dem 21.05.2018, Bibelstellen: 2. Mose 31,1-5

Das erste Mal begegnet uns das Wort „Verstand“ in der Bibel in 2. Mose 31: „Und der HERR redete zu Mose und sprach: Siehe ich habe Bezaleel … mit Namen berufen und habe ihn mit dem Geist Gottes erfüllt, in Weisheit und in Verstand und in Kenntnis und in jedem Werk; um Kunstreiches zu ersinnen …, um zu arbeiten in jedem Werk“ (2Mo 31,1–5).

Wenn Gott ein Wort das erste Mal erwähnt, teilt er uns dabei oft etwas Grundsätzliches mit. Gott hatte Mose Anweisungen zum Bau des Zeltes der Zusammenkunft gegeben. Er hatte den Auftrag, es genau so zu machen, wie Gott es ihm gezeigt und gesagt hatte. Und Gott hatte dafür auch einen Mann, nämlich Bezaleel – und andere ihm als Hilfe – bestimmt, damit er diesen Auftrag praktisch umzusetzte.

Alles, was Bezaleel dafür an Fähigkeiten brauchte, bekam er von Gott: Er wurde erfüllt mit dem Geist Gottes, denn es ging um eine Aufgabe im Werk des Herrn. Er bekam auch die praktischen Fähigkeiten, um das Richtige zu tun. Dazu gehörte auch der Verstand.
Was lernen wir daraus?

  1. Jede Fähigkeit, die wir als Menschen haben: Unseren Verstand (Intelligenz), Kreativität, handwerkliches Geschick, etc. kommt von Gott. Wir können uns nichts darauf einbilden, als ob es aus uns selbst käme.
  2. Wir können unseren Verstand nur richtig unter der Leitung des Geistes Gottes gebrauchen. Gottes Wille, den er uns in seinem Wort offenbart hat und den der Geist Gottes uns klarmacht, lenkt auch unseren Verstand in die richtige Richtung (vgl. 2. Kor 10,5).
  3. Wenn wir unseren Verstand der Leitung des Geistes Gottes unterwerfen, kann Gott uns für jede Aufgabe gebrauchen, die er uns gibt (vgl. 2. Tim 3,16.17).

Bezaleel und die mit ihm waren kamen dem Auftrag Gottes gehorsam nach: „Und Bezaleel und Oholiab und alle Männer … taten nach allem, was der HERR geboten hatte“ (2. Mo 36,1). Ihr Gehorsam wird von Gott gesehen und in seinem Wort festgehalten.

Ein Ansporn, auch für dich und mich. Der Herr hat uns einen Verstand gegeben, damit wir unsere Aufgaben für ihn auch in unserer täglichen, irdischen Arbeit tun, wie er es will.

Dirk Mütze