Zweieinhalb Seelen

Online seit dem 12.01.2007, Bibelstellen: 1. Petrus 4,3

„Die vergangene Zeit ist uns genug, den Willen der Nationen vollbracht zu haben.“ (1. Petrus 4,3)
 
D. L. Moody, der bekannte Evangelist des 19. Jahrhunderts, wurde nach der Rückkehr von einem Vortrag einmal gefragt, wie viele Menschen denn ihr Leben dem Herrn Jesus übergeben hätten. Er erwiderte kurz: „Zweieinhalb.“ Im Zweifel, was er meine, fragte sein Freund: „Also zwei Erwachsene und ein Kind?“ -- „Nein“, entgegnete Moody, „zwei Kinder und ein Erwachsener. Die Kinder haben ihr ganzes Leben dem Herrn Jesus übergeben; der Erwachsene hatte nur noch ein halbes Leben zu geben.“ Er wollte damit sagen, dass die Zeit, die ein Mensch vor seiner Bekehrung verbracht hat, für Gott verlorene Zeit ist.
 
Jeder Mensch, der es versäumt, die ihm von Gott gewährte Gnadenfrist zu nutzen, um Buße zu tun über sein verlorenes Leben und sich zu Christus zu bekehren, wird einst vor dem Richterstuhl Gottes bekennen müssen: Ich habe vergebens gelebt. -- Seine Anstrengungen und Mühen waren „für nichts“. Schon der Prediger Salomo stellt fest: „Welchen Gewinn hat der Mensch bei all seiner Mühe, womit er sich abmüht unter der Sonne?“ (Prediger 1, 3). Oft bricht schon zu Lebzeiten sein Lebenswerk zusammen; spätestens aber wenn er die Erde verlässt, verliert er alles, was ihm hier wertvoll war.
 
Wie nötig ist es deshalb, daß jeder, der noch nicht sagen kann, dass er von neuem geboren ist, Bilanz macht über die noch verbleibende Zeit seines Lebens und Jesus Christus im Glauben als seinen Erretter ergreift!
 
Doch auch ein Christ sollte sein Leben nie nach irdischen Zielen orientieren, sonst wird sein Werk einmal „verbrennen“, wenn auch er selbst, sofern er wirklich von neuem geboren war, „wie durchs Feuer“ gerettet werden wird.

[Aus dem Kalender „Die gute Saat“, www.csv-verlag.de]