Eine späte Gnade

Online seit dem 26.09.2018

Ein 92-jähriger alter Herr kommt in Ostdeutschland an einen christlichen Büchertisch. Er blickt sehr skeptisch und sagt dann vorwurfsvoll: „Und Sie glauben diesen Sch ...!?“ Der Mann am Büchertisch sagt: „Haben Sie Marx gelesen?“ – „Ja.“ – „Haben Sie Engels gelesen?“ – „Ja.“ – „Haben Sie Nietzsche gelesen?“ – „Ja.“

„Haben Sie die Bibel gelesen?“

„Nein.“

„Dann nehmen Sie bitte eine Bibel mit und lesen Sie darin! Und wenn Sie dann wiederkommen, dann können Sie vielleicht noch mal dieses Wort sagen, das Sie soeben verwendet haben.“

Der alte Herr zögert. Aber es ist ja schon wahr: Wie kann man über etwas scharf urteilen, was man gar nicht kennt? Er schnappt sich also die Bibel und geht langsam nach Hause.

Drei Wochen später taucht er wieder mit dem Rollator auf. Aus der Ferne ruft er: „Halleluja! Jesus lebt!“

Vielleicht haben wir Kontakt zu manchen, die an der Schwelle zur Ewigkeit stehen. Wir denken, dass es kaum mehr Sinn ergibt, sie auf den Ernst der Ewigkeit hinzuweisen. Aber diese Geschichte zeigt, dass es auch eine späte Gnade geben kann ...

Gerrid Setzer