Gedanken zur Offenbarung

Online seit dem 29.05.2019, Bibelstellen: Offenbarung 1,8

Das Buch der Offenbarung ist das einzige prophetische Buch des Neuen Testaments und zeigt uns den glorreichen Abschluss der Wege Gottes mit dieser Erde. Die Offenbarung lässt sich mit einer Hängebrücke vergleichen, die die Gegenwart mit der Zukunft verbindet.

Die Brücke der Offenbarung hat zwei große Pfeiler: der eine ist Christus als der Herr (vgl. Off 1,8; 4,8.11; 11,4.8.15.17; 14,13; 15,3.4; 16,7; 17,14; 18,8; 19,6.16; 21,22; 22,5.6.20.21) und der andere ist Christus als das Lamm (vgl. Off 5,6.8.12.13; 6,1.16; 7,9.10.14.17; 12,11; 13,8; 14,1.4.10; 15,3; 17,14; 19,7.9; 21,9.14.22.23.27; 22,1.3).

Für die Festigkeit der Brücke sorgen zwei Anker, die der Brücke Halt geben und sie im Untergrund verankern. Die zwei Anker sind der Ratschluss Gottes und die Verherrlichung Christi. Sie bestimmen die Geschehnisse in diesem Buch und prägen seinen Charakter.

Die Fahrbahn auf der Brücke ist die Reinigung der Erde durch die Gerichte Gottes. Wir finden insgesamt drei Serien von göttlichen Gerichten, die nach der Entrückung der Gläubigen über die Erde hereinbrechen werden: die Siegel-, die Posaunen- und die Schalengerichte. Schließlich öffnet sich der Himmel und der Herr Jesus erscheint in Macht und Herrlichkeit mit den Kriegsheeren des Himmels, um sein Reich auf dieser Erde zu gründen (vgl. Off 19,11–16). Die Reinigung der Erde vom Bösen und die Einführung der Segensherrschaft Christi sind die zwei großen Themen dieses Buches.

Die Brücke der Offenbarung bringt uns von der verantwortlichen Kirche auf der Erde (vgl. Off 2–3) über die falsche Kirche (vgl. Off 17–18) zu der verherrlichten Kirche im Himmel (vgl. Off 21) und endet mit der Hütte Gottes bei den Menschen im ewigen Zustand (vgl. Off 21,3).

Daniel Melui