Die christliche Visitenkarte – Teil 6: Das Schreiben

Online seit dem 14.06.2019

Im Wort Gottes werden die wahren Christen als Licht und Stadt auf dem Berg bezeichnet (Matthäus 5,14). Dies bedeutet, dass unser Christsein nach außen hin zum Guten sichtbar wird – und das umfasst viele Bereiche unseres Lebens, auch unser Schreiben. Als Richtschnur dürfen uns dazu einige Verse aus dem Alten und Neuen Testament dienen.

Dazu dieses Mal ein Vorwort: Waren das Telefon und die ersten Handys eine Möglichkeit, Nachrichten, die früher der Schriftform bedurften, auf kurzem Weg am Hörer zu übermitteln, wird heute wieder mehr geschrieben. Und zwar mehr als jemals zuvor. Dies gründet sich auf die Nachrichtendienste wie z.B. E-Mail, Instant-Messaging, Chats, soziale Netzwerke oder SMS.

Ohne Frage ist also das digitale und vereinzelt noch physische Schreiben für viele ein wichtiges Lebenselement – als Sender und Empfänger. Und auch hierfür dürfen wir Anregungen aus dem wichtigsten Buch überhaupt entnehmen, der Bibel.

1.) Schreiben als Referenz und Andenken – 2. Mose 17,14: „Und der HERR sprach zu Mose: Schreibe dies zum Gedächtnis in ein Buch …“

Ein Schreiben beinhaltet zunächst meist eine Information. Nachdem die Information entnommen wurde, übernimmt das Schreiben eine Referenzfunktion. Man kann darauf auch später noch zurückgreifen. Schrift sichert also Information. Unser Anspruch soll deshalb sein, dass wir uns später für unser Geschriebenes von heute nicht schämen müssen. Wenn wir uns nicht sicher über eine Nachricht sind, beten und schlafen wir besser noch mal eine Nacht darüber, bevor wir diese versenden.

2.) Das Gute herausarbeiten – Philipper 4,8: „Im Übrigen, Brüder, alles, was wahr, alles, was würdig, alles, was gerecht, alles, was rein, alles, was lieblich ist, alles, was wohllautet, wenn es irgendeine Tugend und wenn es irgendein Lob gibt, dies erwägt.“

Wovon sind unsere Korrespondenzen geprägt? Genau wie im Sprechen haben wir vielleicht die Tendenz, uns im Schreiben auf Negatives zu fokussieren. Doch selbst ein Tadel in Schriftform sollte wohllautend abgefasst werden, wenn wir damit etwas erreichen wollen.

3.) „Geistliches Schreiben“ – Römer 8,14: „So viele durch den Geist Gottes geleitet werden, diese sind Söhne Gottes.“

Dieser Vers gilt universell und daher ebenso für das Schreiben. Der Geist will uns immer anleiten. Gelingt das auch im Schreiben, werden wir auch dadurch als Söhne Gottes erkennbar.

Marc Schultz