Der hebräische Knecht

Online seit dem 08.09.2019, Bibelstellen: 2. Mose 21,5

„Ich liebe meinen Herrn, meine Frau und meine Kinder“ (2. Mo 21,5).

Der hebräische Knecht ist ein Vorbild auf unseren Herrn Jesus. Er kam freiwillig, aus Liebe zu seinem Gott und Vater und zu uns, auf diese Erde. Hier hat er ein vollkommenes Leben zur Ehre Gottes gelebt. Er hätte, ohne zu sterben, in den Himmel zurückkehren können. Er war vollkommen sündlos und hatte einen vollkommenen Gehorsam gezeigt. Aber er wollte nicht frei ausgehen. Seine Liebe ließ ihn an das Kreuz gehen. Er war gekommen, um zu sterben. Sein Motiv: Liebe!

1. „Ich liebe meinen Herrn.“

Der Herr Jesus liebte seinen Gott und Vater. „Aber damit die Welt erkenne, dass ich den Vater liebe und so tue, wie mir der Vater geboten hat“ (Joh 14,31). Aus freiwilliger Liebe tat er in allem Gottes Willen und wollte sein Werk vollbringen. Koste es, was es wolle. Und damit gab er seinem Vater einen zusätzlichen Anlass, ihn zu lieben: „Darum liebt mich der Vater, weil ich mein Leben lasse …“ (Joh 10,17a).

2. „Ich liebe meine Frau.“

Der Herr Jesus gab sein Leben auch aus Liebe zu seiner Versammlung. „Wie auch der Christus die Versammlung geliebt und sich selbst für sie hingegeben hat“ (Eph 5,25). Bei der Hochzeit des Lammes (Off 19,7) wird er sie sich verherrlicht darstellen (Eph 5,27) und an ihr wird einmal im Weltall die Herrlichkeit Gottes sichtbar (Off 21,10.11). In seiner Liebe hat er sich hingegeben, um sie für sich zu besitzen.

3. „Ich liebe meine Kinder.“

Der Herr Jesus hat auch jeden von uns persönlich geliebt und ist aus Liebe zu jedem Einzelnen von uns in den Tod gegangen. Den Tod, den wir verdient hatten! „Wie auch der Christus uns geliebt und sich selbst für uns hingegeben hat“ (Eph 5,2). Wir hatten es nicht verdient, an uns war nichts Liebenswertes. Dass er uns dennoch geliebt hat, zeigt die unendliche Größe seiner Liebe, sie ist wahrhaft göttlich.

Und unsere Antwort? Können auch wir, so wie Paulus, von Herzen ausrufen: „Was ich aber jetzt lebe im Fleisch, lebe ich durch Glauben, durch den an den Sohn Gottes, der mich geliebt und sich selbst für mich hingegeben hat“ (Gal 2,20)?

Dirk Mütze