Die Absicht des Apostels Johannes

Online seit dem 01.03.2020, Bibelstellen: 1. Johannes 1,3; 1,4; 2,1; 5,13

Johannes erwähnt in seinem ersten Brief vier Gründe, warum er den Brief geschrieben hat:

• „damit auch ihr mit uns Gemeinschaft habt“ (1. Joh 1,3)
• „damit eure Freude völlig sei“ (1. Joh 1,4)
• „damit ihr nicht sündigt“ (1. Joh 2,1)
• „damit ihr wisst, dass ihr ewiges Leben habt“ (1. Joh 5,13)

Gemeinschaft

Johannes schrieb diesen Brief, um uns in die Gemeinschaft des ewigen Lebens einzuführen. Die Apostel hatten Gemeinschaft mit dem Vater und seinem Sohn Jesus Christus. Auf der Grundlage des ewigen Lebens können auch wir mit ihnen und mit dem Vater und seinem Sohn Jesus Christus Gemeinschaft haben. William Kelly schreibt: „Wir haben Gemeinschaft mit dem Vater im Besitz des Sohnes und Gemeinschaft mit dem Sohn im Besitz des Vaters.“

Freude

Gott möchte, dass seine Kinder eine ungetrübte und beständige Freude genießen. Auch deshalb ließ Er seinen Knecht Johannes diesen Brief schreiben. Die Freude, die die Welt bietet, ist oberflächlich, schwankend und nur von kurzer Dauer. Aber die Freude des Gläubigen in der Gemeinschaft mit dem Vater und dem Sohn ist eine tiefe Freude, der nichts fehlt und der nichts hinzuzufügen ist. Es ist eine Freude, die nur Gott schenken kann. Es ist die Freude des Herrn Jesus selbst.

Sünde

Der Gläubige muss nicht mehr sündigen, aber leider strauchelt und sündigt er noch oft (Jak 3,2). Johannes schrieb diesen Brief, damit wir nicht sündigen. Der Gläubige hat eine neue Natur, die nicht unter der Macht der Sünde steht und nicht sündigen muss (1. Joh 3,9; 5,18). Doch auch für den Fall, dass wir sündigen – was leider viel zu häufig vorkommt –, hat Gott Vorsorge getroffen: „Wir haben einen Sachwalter bei dem Vater, Jesus Christus, den Gerechten“, der sich unermüdlich dafür einsetzt, dass die durch die Sünde unterbrochene Gemeinschaft mit dem Vater wiederhergestellt wird.

Ewiges Leben

Jeder, der an den Namen des Sohnes Gottes glaubt, hat ewiges Leben. Dies gilt für jeden Gläubigen. Der Gläubige kann sich der ewigen Errettung gewiss sein. Er muss nicht zweifeln, hoffen oder fühlen, sondern darf wissen, dass er das ewige Leben besitzt – und zwar schon heute. Es befähigt ihn zur Gemeinschaft mit Gott, dem Vater, und seinem Sohn Jesus Christus (Joh 17,3). Diese Gewissheit möchte Johannes uns in seinem Brief geben.

Daniel Melui