Gedanken zu Psalm 1

Online seit dem 19.03.2020, Bibelstellen: Psalm 1

„1 Glückselig der Mann, der nicht wandelt im Rat der Gottlosen und nicht steht auf dem Weg der Sünder und nicht sitzt auf dem Sitz der Spötter, 2 sondern seine Lust hat am Gesetz des Herrn und über sein Gesetz sinnt Tag und Nacht! 3 Und er ist wie ein Baum, gepflanzt an Wasserbächen, der seine Frucht bringt zu seiner Zeit und dessen Blatt nicht verwelkt; und alles, was er tut, gelingt. 4 Nicht so die Gottlosen, sondern sie sind wie die Spreu, die der Wind dahintreibt. 5 Darum werden die Gottlosen nicht bestehen im Gericht, noch die Sünder in der Gemeinde der Gerechten. 6 Denn der Herr kennt den Weg der Gerechten; aber der Weg der Gottlosen wird vergehen.“ (Ps 1)

• Dieser Psalm stellt eine Einleitung in das Buch der Psalmen dar und stellt wichtige allgemeingültige Grundsätze der Schrift vor.
• Er zeigt uns, wie man wahres Glück, das so viele Menschen vergeblich suchen, finden und erleben kann („glückselig“ in V. 1).
• Der Herr Jesus ist der einzige, der die Aussagen dieses Psalms in vollkommener Weise vorgelebt hat. Er ist der Mann, der glückselig genannt wird (V. 1).
• Der Psalm zeigt, dass es nur zwei Wege und zwei Ziele gibt: den Weg der Gottlosen und den Weg der Gerechten (V. 1.6). Der Weg der Gottlosen führt in das ewige Verderben, der Weg der Gerechten in die ewige Glückseligkeit.
• Die Gläubigen werden als Gerechte bezeichnet, die Ungläubigen als Gottlose (gekennzeichnet durch Unglaube), Sünder (gekennzeichnet durch Sünde) und Spötter (gekennzeichnet durch Spott). Dies stellt eine Steigerung im Bösen dar (V. 1).
• Die Ungläubigen sind in der Mehrheit, aber von dem Mann, der glückselig genannt wird, wird in der Einzahl gesprochen (V. 1). Aber trotzdem ist der Gerechte nicht allein („der Gerechten“ in V. 6).
• Die Ungläubigen haben die Macht (Rat, Weg und Sitz) (V.1), aber die Gerechten haben den Herrn und sein Wort (V. 2).
• Voraussetzung für wahres Glück (im Herrn) ist äußere Absonderung (V. 1) und innere Hingabe (V. 2). Dabei geht die äußere Absonderung (notwendigerweise) der inneren Freude voraus.
• Die Absonderung des Gläubigen soll alle Bereiche seines Lebens umfassen (seinen Wandel, sein Stehen und sein Sitzen). Hier erkennen wir eine Steigerung in dem Grad der Verbindung mit der Welt: Stehen geht weiter als gehen und sitzen geht weiter als stehen.
• Der Gläubige, der das Gesetz des Herrn liebt und darüber nachsinnt, ist wie ein Baum, gepflanzt an Wasserbächen, der Frucht bringt, Zeugnis ablegt und die Anerkennung des Herrn findet. Die Gottlosen dagegen haben keinen Bestand (V. 2.3).
• Der Weg der Gottlosen endet im Gericht, wo sie ihr ewiges Urteil empfangen werden, aber der Herr nimmt Notiz von dem Weg der Gerechten (V. 5.6).

(In Anlehnung an einen Vortrag von Paul-Gerhard Jung)

Daniel Melui