Petrus - Fall und Wiederherstellung (08)

Online seit dem 25.06.2021, Bibelstellen: Lukas 22,31–32

Die Wiederherstellung des Petrus

Nun dürfen wir uns mit der wiederherstellenden Gnade des Herrn beschäftigen. Wie im Fall des Petrus sehen wir auch hier sieben Schritte, die Petrus wieder in die volle Gemeinschaft mit dem Herrn führen. Sie zeigen uns die Kennzeichen einer umfassenden Wiederherstellung. Interessanterweise beginnt dieser Akt der Gnade bereits vor dem Fall des Petrus. Wie wunderbar, dass der Herr unsere Zukunft weiß und sich schon im Voraus uns zuwendet!

1.Schritt (Lukas 22,31–32) Der Herr betet im Voraus für Petrus

[Der]Herr aber sprach:] Simon, Simon! Siehe, der Satan hat begehrt, euch zu sichten wie den Weizen. Ich aber habe für dich gebetet, damit dein Glaube nicht aufhöre; und du, bist du einst umgekehrt, [so] stärke deine Brüder.

Es ist eine wunderbare Tatsache zu sehen, dass der Herr bereits mit uns in seiner großen Liebe und Gnade beschäftigt ist, bevor wir sündigen. Er ist also nicht nur bemüht uns wieder in seine Gemeinschaft zurückzuführen, wenn sie zerstört ist, sondern Er wirkt schon vorher an unseren Herzen und möchte verhindern, dass wir in Sünde fallen und diese Gemeinschaft trüben oder zerstören.

Hier kündigt Er Petrus an, dass der Satan ihn zu Fall bringen möchte. Eine ernste Warnung, zumal sie vom Herrn direkt kommt. Der Herr möchte immer, dass wir in einer ungetrübten Gemeinschaft mit Ihm sind, gerade deswegen warnt Er Petrus und warnt damit auch uns. Jakobus 3,2 zeigt uns, dass wir alle oft straucheln, besonders in Verbindung mit unseren Worten. Und in 1. Korinther 10,12 lesen wir: Daher, wer zu stehen meint, sehe zu, dass er nicht falle. Wichtige Ermahnungen für jeden von uns!

Petrus handelt hier fleischlich und genau deshalb nennt der Herr Petrus bei seinem alten Namen Simon. Der Herr kennt unsere Herzen und weiß nur zu gut wie der Zustand unserer Herzen ist. Dazu sagt Er zweimal den Namen: Simon, Simon. Immer wenn der Herr etwas zweimal sagt, dann kommt etwas ganz Wichtiges und Er sollte unsere ganze Aufmerksamkeit haben.

Der Herr redet auch heute noch zu uns ganz persönlich, besonders durch sein Wort. Uns sollte es immer zum Nachdenken bringen, wenn der Herr zu uns zweimal redet. Das können Bibelverse sein, die z.B wiederkehrend uns begegnen, sei es in Zusammenkünften oder einem Kalender oder aus anderen Quellen. Es gibt keinen Zufall, alles ist weise geplant von Seiten des Herrn und so sollten wir uns immer fragen, was sie uns zu sagen haben!

Zudem hat der Herr für Petrus gebetet. Was für eine wunderbare Tatsache! Aber für was hat der Herr gebetet? Dass der Glaube des Petrus an die wiederherstellende Gnade des Herrn nicht aufhört. Besonders wenn wir in Sünde gefallen sind, haben wir des Herrn bedingungslose Liebe nötig. Wenn uns das Ausmaß der Sünde bewusst wird, will der Teufel uns einreden, dass der Herr uns nicht mehr liebt. Gerade dann dürfen wir wissen, dass er schon im Voraus für uns tätig war und uns in seiner wiederherstellenden Gnade begegnen möchte.

Der Herr weiß aber auch um die Umkehr des Petrus nach seinem Fall. Nach solch einer Niederlage, nach solch tief demütigenden, aber notwendigen Erfahrungen würde Petrus später in der Lage sein seine Brüder zu stärken und genau das sollte er tun. Wie wunderbar, dass der Herr uns selbst nach einem so tiefen Fall und seiner vollkommenen Wiederherstellung weiter für sich im Dienst benutzen möchte. Das darf auch für uns eine große Ermutigung sein.

Manuel Dietermann