Wer Lob opfert, verherrlicht mich

Online seit dem 08.07.2021, Bibelstellen: Psalm 50,23

„Wer Lob opfert, verherrlicht mich.“ (Ps 50,23)

Hast du dich schon einmal gefragt, wie du Gott in deinem Leben verherrlichen kannst? Der obige Vers gibt dir eine Antwort: Indem du Gott Opfer des Lobes bringst.

„Wer …“

Zur Zeit des alten Bundes war das Darbringen von Opfern nur Aaron und seinen Nachkommen vorbehalten (4. Mo 3,10; 17,5; 18,7). Aber Asaph, der Verfasser dieses Psalms, erwähnt hier eine Art von Opfer, die schon damals jedem Israeliten offenstand, nämlich das Opfern von Lob. Jeder Israelit hatte die Möglichkeit, seinen Gott zu loben und zu preisen.

In der heutigen Haushaltung der Gnade ist jeder Gläubige der Stellung nach ein Priester und damit befähigt, Gott Opfer des Lobes darzubringen. Egal, ob Mann oder Frau, jung oder alt – jedem steht es offen, Gott (wenn auch unter Umständen nur im Herzen) zu loben und zu preisen. Dabei wollen wir bedenken, dass es in den Zusammenkünften nur den Brüdern vorbehalten ist, (für andere hörbar) Opfer des Lobes darzubringen (1. Kor 14,34).

„… Lob opfert,“

Die Opfer, die das irdische Volk zur Zeit des alten Bundes darbrachte, waren im Wesentlichen materielle Opfer. In unserer Zeit der Gnade nahen wir Gott nicht mit materiellen, sondern mit geistlichen Schlachtopfern (1. Pet 2,5). Diese geistlichen Schlachtopfer sind „die Frucht der Lippen, die seinen Namen bekennen“ (Heb 13,15). Es ist das Lob und die Anbetung unserer Herzen, die wir vor Gott aussprechen.

So wie die Israeliten damals den Opfervorschriften des Gesetzes Folge leisten mussten, wenn sie Gott ein Opfer darbringen wollten, so müssen auch wir darauf achten, dass die Opfer des Lobes, die wir Gott darbringen, in Übereinstimmung sind mit der Wahrheit des Wortes Gottes (Joh 4,24).

„… verherrlicht mich.“

Gott ist in jeder Hinsicht herrlich. Alles an Ihm ist Herrlichkeit. Betrachten wir seine Gnade – sie ist herrlich. Betrachten wir seine Heiligkeit – sie ist herrlich. Egal welchen Aspekt seines Wesens wir auch herausgreifen – er ist immer von Herrlichkeit gekennzeichnet. Heben wir in unserem Lob einen bestimmten Aspekt seines Wesens hervor, dann kommt darin etwas von seiner Herrlichkeit zum Ausdruck und Gott wird dadurch verherrlicht.

Wer Lob opfert, offenbart dadurch etwas von Gott und trägt zur seiner Verherrlichung bei. Als der Herr Jesus auf der Erde war, hat Er Gott vollkommen offenbart (Joh 17,4). Nun ist Er wieder im Himmel. Aber Er hat uns auf der Erde zurückgelassen, um Ihn zu verherrlichen. Unser ganzes Leben soll Gott verherrlichen (1. Kor 6,20). Dazu gehört auch unser Lob: „Wer Lob opfert, verherrlicht mich“. Lasst uns darin nicht müde werden!

Daniel Melui