2017. Eine große Wasserflut überrollt eine Ortschaft in Indien. Ein Mann trägt seinen Hausrat aus dem Haus, um alles vor der Zerstörung zu retten. Unter anderem seinen „Gott“, ein hinduistisches Gottesbild.
Ein Mann trägt seinen Gott – was für ein Gegensatz zu Christen: Gott trägt uns! Diese wunderbar tröstliche Wahrheit zeigt uns die Bibel an vielen Stellen:
- 2. Mo 19,4: „Ihr habt gesehen, was ich an den Ägyptern getan habe, wie ich euch auf Adlers Flügeln getragen und euch zu mir gebracht habe.“
In schwierigen Zeiten der Not, wenn der Feind tobt und scheinbar kein Ausweg besteht, trägt unser Gott uns. Der Vergleich ist ein starker, mächtiger Adler, der seine kleinen Küken trägt.
- 5. Mo 1,31: „... in der Wüste, wo du gesehen hast, dass der HERR, dein Gott, dich getragen hat, wie ein Mann seinen Sohn trägt, auf dem ganzen Weg, den ihr gezogen seid, bis ihr an diesen Ort kamt.“
Es gibt wohl kein schöneres Bild als ein Vater, der seinen Sohn auf seinen Armen trägt. Ein Gefühl der Sicherheit, der Geborgenheit. Doch während Väter ihre Kinder nur zeitweise tragen und die Kleinen irgendwann groß werden und auf eigenen Beinen stehen, zeigt dieser Vers, dass der Herr uns „auf dem ganzen Weg“ trägt. Bis zum Ende. Dazu passt ein schöner Ausdruck aus 5. Mo 33,12, wo von jemandem gesagt wird, dass er zwischen Gottes Schultern wohnt.
- 5. Mo 33,27: „Unter dir sind ewige Arme.“
Die Arme, die uns tragen, sind ewig. Sie sind unerschütterlich, endlos stark, immer da gewesen und für immer da. Der Arm eines Vaters wird irgendwann schwach, so dass er den Sohn absetzen muss. Die Arme unseres Gottes sind ewig.
- Jes 46,4: „Und bis in euer Greisenalter bin ich derselbe, und bis zu eurem grauen Haar werde ich euch tragen; ich habe es getan, und ich werde heben, und ich werde tragen und erretten.“
Wieder diese stärkende Gewissheit, dass der Herr uns bis zum Ende tragen wird. Seine Treue und Zuverlässigkeit sind Eigenschaften, auf die wir uns stützen können. Dass Er uns niemals lassen wird, ist ein starkes Fundament, auf dem wir sicher stehen können.
- Ps 68,20: „Tag für Tag trägt er unsere Last.“
Doch unser Herr trägt nicht nur uns, sondern auch gleichzeitig unsere Last. Der Gedanke hier ist, dass die Last für uns leichter wird, weil jemand uns dabei hilft, sie zu tragen. Dabei denken wir an 1. Petrus 5,7, wo wir ermuntert werden, unsere Sorgen einfach auf Ihn zu werfen. Er trägt sie dann.
Die Wahrheit im Herzen
Dieses Getragen-Werden ist eine unerschütterliche, feste Wahrheit für uns Gläubige. Gerade dann, wenn wir davon nichts spüren, dürfen wir uns daran klammern. Es ist wichtig für uns, diese gut bekannte Tatsache nicht nur im Kopf zu haben, sondern fest im Herzen zu verwahren. Dann dürfen wir uns in schwierigen Zeiten fühlen wie ein kleiner Junge, der sicher in den starken Armen seines Vaters ruht.
