„Lieblich an Duft sind deine Salben, ein ausgegossenes Salböl ist dein Name; darum lieben dich die Jungfrauen“ (Hld 1,3).
„Während der König an seiner Tafel war, gab meine Narde ihren Duft“ (Hld 1,12).
In diesen Versen im Hohelied spricht die Braut, die das irdische Volk Israel darstellt, in bewundernden Worten von ihrem Geliebten, in dem wir ein schönes Bild von Christus erkennen. Sie drückt in ergreifenden Worten aus, was der Name ihres Geliebten für sie bedeutet: Lieblich an Duft sind seine Salben, ein ausgegossenes Salböl ist sein Name (Hld 1,3).
Der Name einer Person umfasst alles, was eine Person ist oder von sich offenbart hat. Er gibt Ausdruck vom Wesen und Charakter einer Person. Die Bedeutung des Namens des Herrn Jesus schließt alles ein, was Gottes Wort von Ihm und seinem Erlösungswerk am Kreuz von Golgatha offenbart hat. Wenn wir wie die Braut des Hohelieds über den Namen des Herrn Jesus nachdenken, dann müssen wir sagen, dass er eine Fülle enthält, die sich nicht in Worte fassen lässt. Wer könnte die vielfältigen Herrlichkeiten dieses Namens aufzählen, geschweige denn erfassen? Wer könnte ermessen, was der Klang dieses Namens für das Herz des Vaters bedeutet? Sein Name ist wirklich wie ein ausgegossenes Salböl, das einen herrlichen Duft verbreitet. An diesem Duft findet die Braut ihre Freude und ihr Wohlgefallen. Was bedeutet der Name des Herrn Jesus für dich?
Doch etwas später sehen wir, dass auch die Braut ihrem Geliebten – hier im Bild des Königs – etwas darzubringen hat: Während Er an seiner Tafel sitzt, gibt ihre Narde ihren Duft (Hld 1,12). Wenn der Bräutigam seine „Salben“ hat, so besitzt die Braut ihre „Narde“. Diese Narde spricht von der Wertschätzung, die der Bräutigam in den Augen der Braut hat. Das, was sie an Ihm gefunden hat, bringt sie in dem Duft ihrer Narde zum Ausdruck. Und an diesem Duft findet Er großes Wohlgefallen. Es ist für Ihn ein duftender Wohlgeruch, der sehr kostbar und wertvoll für Ihn ist. Und das ist auch heute nicht anders: Die Alabasterflasche mit Salbe, die einst das Haus in Bethanien mit lieblichem Duft erfüllte, hat ihren Wohlgeruch für Ihn heute noch nicht verloren (Joh 12,3). Die Herrlichkeiten seiner Person, die wir anbetend und bewundernd im Gebet vor Ihn bringen, gleichen dieser Narde, die ihren wohlriechenden Duft vor Ihm verbreitet. Gibt deine Narde auch ihren Duft?
