Es geht um Psalm 74. 

Fragen

  1. Ist es nicht schön, dass Asaph schon von der Gemeinde spricht (Ps 74,2), die Gott sich erworben hat durch das Blut seines Eigenen, wie es der Apostel Paulus ausdrückt (Apg 20,28)?

  2. Wie konnte Asaph von der Zerstörung des Tempels, also des Heiligtums (Ps 74,3 etc.) sprechen, obwohl er zur Zeit Davids lebte, als der Tempel noch gar nicht gebaut war?

  3. Asaph spricht nicht nur vom Tempel, sondern auch von Versammlungsstätten (Ps 74,4.8). Was ist damit gemeint?

  4. Auch heute kann ein Tempel Gottes zerstört werden (1. Kor 3,17). Was stellst du dir konkret darunter vor?

  5. Was bedeutet: „Unsere Zeichen sehen wir nicht“ (Ps 74,9)?

  6. Was bedeutet: „Hervor aus deinem Schoß, mach ein Ende!“ (Ps 74,11).

  7. Was könnte mit den „Rettungen inmitten des Landes“ gemeint sein (Ps 74,12)? Beziehe die nachfolgenden Verse in deine Überlegungen mit ein und bedenke eine mögliche Chronologie.

  8. Um was geht es, wenn von einem „Wasserungeheuer“ und dem „Leviathan“ (Ps 74,13.14) geredet wird?

  9. Welcher „immerfließende Strom“ ist in Psalm 74,15 wohl gemeint?

  10. Asaph blickt (in vielen seiner Psalmen) zurück auf die früheren Machttaten Gottes. Warum tut er das – und was kannst du daraus für dein Leben lernen?

  11. Schreibe auf, was Asaph in diesem Psalm über die Worte der Feinde zu sagen hat!

  12. Wie verstehst du Psalm 74,20?

Antworten

  1. Es ist schön, dass er von der Gemeinde (Israels) spricht, die Gott sich in Ägypten erlöst hat, aber es geht hier nicht um die Gemeinde/Versammlung, von der Paulus spricht.

  2. Er redet durch den Geist von der Zerstörung des ersten Tempels (586 v.Chr.), des zweiten Tempels (70 n.Chr.) und des Tempels in der Drangsalszeit. In Matthäus 13,34.35 wird Asaph als Prophet bezeichnet. Und als Prophet blickt er in die Zukunft. Zu seiner Zeit gab es auch kein vergleichbares Ereignis im Blick auf die Stiftshütte.

  3. Es sind Synagogen. (Die es in der Zeit Aspahs auch nicht gab.)

  4. Es geht um Angriffe auf die Versammlung Gottes durch Lehre oder Werke (vgl. 2. Tim 2,18). Die Versammlung ist der Tempel Gottes.

  5. Es geht um religiöse Siegenszeichen (vgl. Ps 74,4). Der israelitische Gottesdienst ist verschwunden, der Götzendienst triumphiert.

  6. Gott soll sozusagen „die Hände nicht in den Schoß legen“, sondern seinen Arm erheben.

  7. Es geht um das, was inmitten des Landes Ägypten geschah. (Denn Aspah spricht hier von Ägypten, dem Durchzug durchs Schilfmeer, der Versorgung in der Wüste und vom Einzug ins Land durch den Jordan hinduch.)

  8. Das sind die Ägypter in ihrer Macht, die mit dem Nil in Verbindung steht (vgl. Hes 29,3; 32,2).

  9. Es ist der Jordan.

  10. Asaph bezieht Mut in der Gegenwart aus der Rettung und Hilfe Gottes in der Vergangenheit. Das dürfen wir auch tun.

  11. Psalm 74,4 („brüllen“), Psalm 74,8 („im Herzen sprechen“), Psalm 74,10.18 („höhnen und verachten“), Psalm 74,22 („verhöhnen“), Psalm 74,23 („Getöse“).

  12. Gott möge an den Bund mit Abraham denken und sich seinem Volk zuwenden, denn die bösen Menschen sind in jedem Schlupfwinkel des Landes Israel anzureffen.