Heute werden wir am Ort der Unruhe, der Bedürfnisse, der Ungerechtigkeit, der Dunkelheit, der Feinde und der Wanderungen durch unseren Hirten versorgt. Das zeigt Psalm 23 eindrücklich. Aber einmal sind wir im „Haus des Herrn“ (Ps 23,6), wo der Hirte immer noch da ist, aber alle Probleme verschwunden sind. So großartig die Versorgung des Hirten heute auch ist, beim Hirten selbst zu sein, ist noch größer. Sehen wir uns unter diesem Blickwinkel Psalm 23 einmal an:
- „Er lagert mich auf grünen Auen“ (Ps 23,2). – Wir kennen hier schon Ruhe, aber es ist noch eine Sabbatruhe dem Volk Gottes aufbewahrt (Heb 4,9). „Dieses Land ist der Ruheort nicht“ (Micha 2,10), die vollkommene Ruhe kommt noch.
- „Er führt mich zu stillen Wassern“ (Ps 23,2b). – Wir werden durch den Hirten erfrischt, aber einmal werden wir ungestört und vollkommen getränkt werden. „Sie werden nicht mehr hungern und nicht mehr dürsten, noch wird je die Sonne auf sie fallen noch irgendeine Glut; denn das Lamm, das in der Mitte des Thrones ist, wird sie weiden und sie leiten zu Quellen der Wasser des Lebens, und Gott wird jede Träne von ihren Augen abwischen“ (Off 7,16.17).
- „Er stellt meine Seele wieder her, er führt mich in Pfaden der Gerechtigkeit“ (Ps 23,3). – Es ist gut, dass wir durch Ihn neu belebt und wiederhergestellt werden, aber einmal wird alles Gerechtigkeit sein und wir werden nie mehr straucheln. „Wir erwarten neue Himmel und eine neue Erde, in denen Gerechtigkeit wohnt“ (2. Pet 3,13).
- Wanderung im Tal des Todesschattens, getröstet durch Stecken und Stab (Ps 23,4). – Es ist groß, getröstet zu werden, aber einmal sind wir am Ort des Lichts und werden keinen Trost mehr bedürfen. „Und die Stadt bedarf nicht der Sonne noch des Mondes, damit sie ihr scheinen; denn die Herrlichkeit Gottes hat sie erleuchtet, und ihre Lampe ist das Lamm“ (Off 21,23). „Und er wird jede Träne von ihren Augen abwischen, und der Tod wird nicht mehr sein noch Trauer noch Geschrei noch Schmerz wird mehr sein; denn das Erste ist vergangen“ (Off 21,4).
- „Du bereitest vor mir einen Tisch angesichts meiner Feinde“ (Ps 23,5). – An seinem Tisch angesichts der Feinde zu sitzen, ist Gnade. Doch einmal werden alle Feinde zum „Schemel seiner Füße“ und der Satan wird von Christus zertreten werden (Heb 10,13; Röm 16,20). Wir werden in der Ewigkeit nie mehr Feinde sehen und völlig ungestört und ohne Angst göttliche Gemeinschaft genießen.
- Jetzt sind wir unterwegs alle Tage unseres Lebens, „verfolgt“ von Güte und Huld (Ps 23,6). – Dann werden wir auf Thronen sitzen. Wir werden sein Angesicht sehen; wir sind dann in seiner gesegneten Gegenwart angekommen und für immer umringt von allem Guten (Off 4.5.22).
