„Sagt Archippus: Sieh auf den Dienst, den du im Herrn empfangen hast, dass du ihn erfüllst“ (Kol 4,17).

In seinem Brief an die Kolosser lässt Paulus eine persönliche Botschaft an Archippus ausrichten. Die Brüder sollten ihm sagen: „Sieh auf den Dienst, den du im Herrn empfangen hast, dass du ihn erfüllst.“ In Verbindung mit dieser Aufforderung möchte ich auf vier Punkte hinweisen:

  • Archippus hatte sich diesen Dienst nicht selbst ausgesucht. Nein, der Herr hatte ihm diesen Dienst gegeben. Der Herr wusste um die körperlichen und geistigen Fähigkeiten, die Er ihm (als Schöpfer) gegeben hatte, und passend zu diesen Fähigkeiten hatte Er ihm auch eine Gnadengabe gegeben (Mt 25,15). Mit dieser Gnadengabe war Archippus nun in der Lage, einen ganz bestimmten Dienst für seinen Herrn auszuüben. Der Herr hat auch jedem von uns eine Gnadengabe gegeben (1. Pet 4,10).

  • Archippus hatte diesen Dienst im Herrn empfangen. Mit dem Dienst würde der Herr ihm auch die Kraft und Weisheit schenken, ihn zu seiner Ehre zu verrichten. Aber nicht nur das: Auch die Ausübung dieses Dienstes sollte unter der Autorität und Leitung des Herrn erfolgen. Archippus konnte diesen Dienst nicht ausüben, wie es ihm passte, sondern sollte ihn in Abhängigkeit von seinem Herrn ausführen. Dazu gehörte sicher auch, dass er seinen Dienst nicht an den Geschmack derjenigen anpasste, denen er diente, sondern dem Willen seines Herrn folgte.

  • Archippus sollte auf seinen Dienst sehen. Er sollte nicht auf die Dienste seiner Glaubensgeschwister schielen, sondern sich auf seinen eigenen Dienst konzentrieren. Nur wer auf seinen Dienst fokussiert ist, kann ihn zur Zufriedenheit seines Herrn ausüben. In Verbindung damit lassen sich zwei weitere Gefahren ausmachen: Die eine ist, dass wir unsere Augen auf andere Dinge abschweifen lassen und dadurch abgelenkt werden; die andere ist, dass wir so sehr mit unserem Dienst beschäftigt sind, dass wir uns etwas darauf einbilden. Beides wäre nicht gut.

  • Archippus sollte seinen Dienst erfüllen. Dieses Ziel hatte Paulus mit seiner Aufforderung an ihn vor Augen. Seinen Dienst erfüllen – das bedeutete zum einen, dass er seinen Dienst immer dann auszuüben hatte, wenn der Herr ihm eine passende Gelegenheit dazu zeigte. Darin sollte er nicht nachlässig sein. Das bedeutete zum anderen aber auch, dass er stets darauf bedacht sein sollte, seinen Dienst im Gehorsam und zum Wohlgefallen seines Herrn zu verrichten. Nur so konnte er seinen Dienst erfüllen.

Auch für dich und mich gilt: Sieh auf den Dienst, den du im Herrn empfangen hast, dass du ihn erfüllst!