Der Oberste des Heeres

Online seit dem 12.11.2007, Bibelstellen: Josua 5,13-14

„Und es geschah, als Josua bei Jericho war, da erhob er seine Augen und sah: Und siehe, ein Mann stand ihm gegenüber, und sein Schwert gezückt in seiner Hand. Und Josua ging auf ihn zu und sprach zu ihm: Bist du für uns oder für unsere Feinde? Und er sprach: Nein, sondern als der Oberste des Heeres des HERRN bin ich jetzt gekommen“ (Josua 5,13–14).

Josua stellt dem Mann mit dem gezückten Schwert eine Oder-Frage. Auf so eine Frage kann man eigentlich nicht mit Ja oder Nein antworten, man muss konkret ausdrücken, was man meint. Aber dieser Mann, der niemand anders als der Herr Jesus ist, antwortet tatsächlich mit Nein.

Warum? Er antwortet mit Nein, weil er (natürlich) nicht für die Feinde des Volkes Gottes war, aber auch, weil er nicht einfach nur für das Volk Israel war. Er war nicht irgendein Kämpfer, der sich auf die Seite des Volkes stellte, sondern er war gekommen, um als der Oberste an der Spitze des Heeres zu stehen.

Der Herr Jesus will und muss immer den ersten Platz haben. Das ist die Lektion, die wir auch hier lernen dürfen. Den ersten Platz inmitten des Volkes Gottes und auch den ersten Platz in meinem und deinem persönlichen Leben. Sind wir uns dessen immer bewusst?  

Gerrid Setzer