Im Neuen Testament werden mehrere Dinge erwähnt, die sehr kostbar sind. Ich möchte an dieser Stelle drei erwähnen.
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So finden wir diese Auszeichnung, als Maria ihren Herrn mit dieser „sehr kostbaren Narde“ im Voraus zu seinem Begräbnis salbte (Mk 14,3; Joh 12,3). Die Hingabe und Liebe, die hinter dieser Handlung standen, waren so wertvoll in den Augen des Herrn, dass Er seinen Jüngern ankündigte: „Wo irgend das Evangelium gepredigt werden wird in der ganzen Welt, wird auch davon geredet werden, was diese getan hat, zu ihrem Gedächtnis“ (Mk 14,8).
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Ein weiteres Mal kommt dieser Ausdruck vor, als der Herr von seiner Versammlung als dieser „einen, sehr kostbaren Perle“ spricht (Mt 13,45.46). Um sie für sich zu erwerben, gab der Herr, der Kaufmann, alles hin, was Er hatte. So kostbar ist seine Versammlung in seinen Augen, dass Er sich selbst für sie in den Tod gab. Sie wird ihren kostbaren Wert für Ihn nie verlieren, sondern für immer in unvergänglicher Schönheit vor Ihm stehen.
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Das dritte Mal beschreibt Gott, dass Ihm ein sanfter und stiller Geist bei einer christlichen Frau sehr kostbar ist: „… sondern der verborgene Mensch des Herzens in dem unvergänglichen Schmuck des sanften und stillen Geistes, der vor Gott sehr kostbar ist“ (1. Pet 3,4). Kein Dienst, den Menschen leisten können, wird in dieser Weise ausgezeichnet; keine Arbeit oder Mühe wird mit einem solchem Lob bedacht.
Ein sanfter und stiller Geist ist für Gott ebenso kostbar wie das Salböl Marias und er ist für Gott ebenso schön wie die Versammlung es in den Augen Christi ist. Was könnte sich eine christliche Frau mehr wünschen? In dieser göttlichen Auszeichnung liegt ein „Duft“, den kein Parfum herstellen kann; ein Schmuck, den kein Juwelier entwerfen kann; eine Schönheit, die alles übertrifft, was Kunst oder Natur zu bieten haben. Und diese Schönheit ist außerdem beständig: Denn was vor Gott von großem Wert ist, wird Er für immer bewahren. Diese Schönheit vor Gott ist für jede christliche Frau möglich.
Warum also sollten christliche Frauen nach öffentlicher Anerkennung oder nach Sichtbarkeit vor Menschen streben? Lasst uns vielmehr über dieses Wort Gottes nachdenken und uns danach ausrichten. Indem Frauen diesen sanften und stillen Geist innerlich entwickeln und nach außen tragen, werden sie durch das, was sie sind, nützlicher sein als durch das, was sie tun, weil sie dann für Gott sehr kostbar sind.
Das bedeutet selbstverständlich nicht, dass wir den Dienst der Schwestern geringschätzen, auch wenn wir diese innere Haltung hochschätzen, weil Gott sie so sehr schätzt. Viele Frauen dienten dem Herrn (Lk 8,3). Phöbe war eine Dienerin der Versammlung und eine Hilfe für viele Gläubige (Röm 16,1). Ja, es gab sogar Frauen, die mit Paulus im Evangelium arbeiteten (Phil 4,3). Und alles das ist gut und richtig an seinem Platz. Der sanfte und stille Geist übertrifft jedoch alles; er ist vor Gott von großem Wert, er ist für Gott „sehr kostbar“.
