An vielen Stellen des Alten Testaments begegnet uns das Volk der Philister. Was war das für ein Volk? Woher kamen diese Menschen? Was für eine geistliche Bedeutung haben sie für uns heute? Nachfolgend einige Gedanken dazu.

Woher kamen die Philister?

  • Sie waren Nachkommen Hams (1. Mo 10,6).
  • Sie waren Nachkommen Mizraims, eines Sohnes von Ham, und stammten wahrscheinlich ursprünglich aus Ägypten (1. Mo 10,13.14).
  • Vermutlich waren sie über Kreta (Insel Kaphtor) nach Kanaan gekommen (5. Mo 2,23; Jer 47,4; Amos 9,7).
  • Der Name Philister bedeutet „Fremder“ oder „Wanderer“ – einer, der sich in der Gegenwart Gottes niemals zu Hause fühlt.
  • Sie wohnten auf dem Küstenstreifen längs des Mittelmeeres im Südwesten von Palästina, was grob dem heutigen Gazastreifen entspricht (Jos 13,2.3).
  • Sie wohnten zwar im verheißenen Land, waren aber nie durch das Rote Meer und den Jordan gezogen.
  • Stattdessen waren sie auf dem Land- bzw. Seeweg nach Palästina gezogen. Das ist der „Weg durchs Land der Philister“ (2. Mo 13,17).

Wovon sprechen die Philister in der geistlichen Anwendung?

  • Die Philister sind ein Bild des natürlichen Menschen, der sich in den geistlichen Bereich hineindrängt.
  • Sie repräsentieren die bekennende Christenheit, die kein Leben aus Gott hat.
  • Das sind Namenschristen, die sich zu Christus bekennen, aber die Erlösung nie erlebt haben.
  • Sie halten sich zwar im Bereich der christlichen Segnungen auf (im verheißenen Land), gehören aber dem Herzen nach zur Welt (Ägypten).
  • Sie haben zwar eine „Form der Gottseligkeit“, verleugnen aber deren Kraft (2. Tim 3,5).

Woran erkennen wir heute den Geist der Philister?

  • Wenn fleischliche Grundsätze sich in die Belange Gottes einmischen.
  • Wenn ein Weg vorgestellt wird, der nicht durch das Rote Meer und den Jordan (ein Bild vom Tod Christi) führt.
  • Wenn die alleinige Autorität von Gottes Wort angezweifelt und durch andere Dinge ersetzt wird
  • Wenn man das Thema der Sündenvergebung beiseiteschiebt, weil man nichts von einem Opfer weiß, das Sünden wegnimmt.
  • Wenn Grundsätze aufgestellt werden, die die Energie des Glaubens hemmen.
  • Wenn man versucht, die freie Wirksamkeit des Geistes einzuschränken.