In 1. Mose 24,57–67 finden wir, dass Rebekka sich endgültig dafür entscheidet, zu Isaak zu ziehen, und sie Mann und Frau werden. Heute wird vieles anders laufen, aber wir können doch einige Grundsätze anwenden:
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Isaak will keine Frau von den Götzendienern. Isaak, der Sohn des gläubigen Abraham, sollte keine Frau aus dem Volk der Kanaaniter nehmen. Diese lebten fern vom wahren Gott in ihren Sünden. – Wer Gott durch den Herrn Jesus Christus kennt, sollte sich ebenfalls mit jemandem verbinden, der denselben Glauben teilt und denselben Herrn hat. Das ist die Grundlage für eine glückliche und gesegnete Ehe nach Gottes Gedanken. Gott will kein ungleiches Joch (vgl. 2. Kor 6). Die Heirat sollte geschehen „im Herrn“ (1. Kor 7).
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Rebekka ist bereit, für ihren Mann viel aufzugeben: ihr Elternhaus und ihre gewohnte Umgebung. Sie bricht alle Brücken hinter sich ab und zieht zu einem fremden Mann. Die Tatkraft von Rebekka stellt sie ihrem Mann zur Verfügung. Sie wird ihm zur Hilfe (1. Mo 3). Sie versteht: Er hat Pläne und Projekte, und meine Aufgabe ist es, ihm zu helfen und nicht mein eigenes Ding zu machen. – Das ist auch heute essenziell.
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Es wird ausdrücklich erwähnt, dass Isaak an einem Brunnen war. Er liebte Brunnen. Später wird gesagt, dass er an einem Brunnen wohnt. Auch Rebekka liebte Brunnen, dort hatte der Knecht sie ja getroffen. – Für eine Ehe ist es wichtig, dass beide den Brunnen, das Wort Gottes, lieben.
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Bei Isaak wird der Name des Brunnens genannt. Der Brunnen bekam seinen Namen, als Hagar mit Ismael am Verdursten war und Gott ihr den Brunnen zeigte. Sie sagte, dass Gott sie gesehen und sich gezeigt hatte. Deshalb wurde der Brunnen Beer-Lachai-Roi genannt. Wir führen unser gemeinsames Leben unter den wachsamen Augen Gottes.
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Isaak ging aufs Feld, um nachzudenken. Es geht um Besonnenheit und Gemeinschaft mit Gott. Isaak traf gereifte Entscheidungen. Frauen, die ja meistens emotionaler sind, schätzen ein durchdachtes Urteil. Der Mann soll besonnen sein.
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Rebekka zeigt Respekt. Als sie Isaak sieht, auch wenn sie noch nicht weiß, dass er es ist, steigt sie nicht einfach ab, sondern wirft sich vom Kamel. Sie will keinesfalls von oben herab reden. Dominant zu sein, kommt ihr nicht in den Sinn. Als Schwester Labans ist sie sicher kein Kind von Traurigkeit, aber Dominanz liegt ihr fern. – Wir denken daran, dass eine Frau Respekt vor ihrem Mann haben und sich ihm unterordnen soll. In den drei großen Abschnitten des Neuen Testaments über die Ehe wird dieser Punkt betont (1. Pet 3, Kol 3 und Eph 5).
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Isaak kommt Rebekka entgegen. Er lässt sie nicht den ganzen Weg allein gehen, sondern bewegt sich auf sie zu. Das ist wichtig für Männer: Wir müssen aus unserem Ohrensessel aufstehen und auch mal etwas tun, was sonst die Frauen machen. Männer sollen Frauen Ehre geben – das sagt 1. Petrus 3. Herablassende Bemerkungen und Selbstverliebtheit sind fehl am Platz.
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Als sie hört, dass er es ist, verhüllt sie sich. Der Schleier erinnert daran, dass sie sich ganz ihrem Mann widmet. Sie will von keinem anderen mehr angesehen werden. Ihr Mann steht an erster Stelle (Tit 2,4). Ihm gehört ihre ganze Zuneigung und Hingabe.
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Bei der Begegnung fällt auf: Sie textet Isaak nicht zu. Es spricht der Knecht, sie bleibt zurückhaltend. Es ist der stille und sanfte Geist der Frau, der vor Gott sehr kostbar ist (1. Pet 3).
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Isaak führte Rebekka. So sollte es in einer Ehe von Anfang an sein. Führen bedeutet, nachzudenken, Risiken einzugehen, Verantwortung zu übernehmen und Konsequenzen zu tragen. Die Frau darf solche Führung erwarten, ebenso kreative Ideen und Entscheidungsfreude. Männer müssen liefern.
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Er liebte sie. Die Liebe des Mannes wird besonders in Epheser 5 betont. Dort heißt es, dass wir Männer unsere Frauen so lieben sollen, wie Christus die Versammlung geliebt hat – er hat sich selbst für sie hingegeben. Und falls das zu hoch erscheint, wird noch ein Maßstab genannt: Die Männer sollen die Frauen lieben wie sich selbst. Und was tut man nicht alles für sich selbst! Und so sollen die Männer auch für ihre Frauen sorgen – bis zur Selbstaufgabe.
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Er wurde getröstet. Natürlich trösten Männer auch Frauen. Aber Trost in der Ehe ist keine Einbahnstraße. Auch der strahlende und selbstbewusste Ehemann kann mal traurig sein. Trost in der Ehe geht in beide Richtungen. Der Mann sollte nicht nur alles mit sich selbst ausmachen, sondern auch seine Frau einbeziehen. Und die Frau darf ihr ganzes Mitgefühl und ihre Herzlichkeit den Mann spüren lassen.
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Er führt sie in das Zelt seiner verstorbenen Mutter Sara. Es wird kein anderes Zelt aufgeschlagen, nur weil die neue Frau da ist. Daraus kann man ableiten: Die Eltern werden nicht vergessen. Man wird sie weiterhin ehren – und das Ehren geht auch über den Tod hinaus. Auch wenn man verheiratet ist, bleibt der Kontakt zu den Eltern bestehen.
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Sie waren zusammen im Zelt. Es ist ein echtes Miteinander, das viele Aspekte hat. Einer davon ist, dass man miteinander betet. Leider finden wir im Folgenden nicht, dass sie zusammen gebetet haben. Wir lesen, dass Isaak für Rebekka betet, als sie unfruchtbar ist, und Rebekka allein betet, als sie schwanger ist (1. Mo 25), aber nicht gemeinsam. Wenn man das Miteinander nicht pflegt, wird es zum Nebeneinander und schließlich zum Gegeneinander. Das aber kann durch das gemeinsame Gebet wirksam verhindert werden.
