Und die Frau gebar einen Sohn; und sie gab ihm den Namen Simson. Und der Knabe wuchs heran, und der HERR segnete ihn. Und der Geist des HERRN fing an, ihn zu treiben in Machaneh-Dan zwischen Zorha und Eschtaol (Ri 13,24.25). 

Im Gegensatz zu früheren Erweckungen im Buch der Richter, wo das Volk unter der Unterdrückung seiner Feinde litt und zu Gott schrie, ging bei dieser letzten Erweckung alles von Gott aus. Das Volk hatte sich mit der Herrschaft der Philister abgefunden und war sich seiner Unterdrückung nicht mehr bewusst (Ri 15,11). Hinzu kam, dass Simson ganz allein war. Bei früheren Erweckungen hatte sich das Volk stets auf die Seite seines Befreiers gestellt und ihn im Kampf gegen die Bedrücker unterstützt. Aber bei Simson war es anders. Er war auf sich allein gestellt und konnte nicht mit der Unterstützung durch das Volk rechnen. Im Gegenteil, das Volk stellte sich sogar gegen ihn (Ri 15,12).

Wie Gott Manoah und seiner Frau verheißen hatte, so geschah es auch: Die Frau gebar einen Sohn und gab ihm den Namen Simson, was so viel wie „kleine Sonne“ bedeutet. Simson sollte von Mutterleib an ein Nasir Gottes sein, der wie eine kleine Sonne Licht in seiner Umgebung verbreitete. Auch wir sollen solchen kleinen Sonnen gleichen, die das Licht des Herrn Jesus widerspiegeln und in einer dunklen und bösen Welt verbreiten (Phil 2,15).

Simson wuchs unter dem Segen Gottes heran. Sicher lag der Grund darin, dass er sich an das hielt, was Gott ihm geboten hatte. Der Geist des Herrn konnte ihn benutzen, wie Er wollte: Er fing an, „ihn zu treiben in Machaneh-Dan zwischen Zorha und Eschtaol“. Zum einen zeigt das, dass diese erste Zeit des Dienstes von Simson nur ein Anfang war. Gott wollte seinen Diener noch viele Jahre in dieser segensreichen Weise benutzen. Doch leider verließ Simson  schnell den Pfad des Gehorsams und wählte stattdessen Wege, die in die Sünde hinabführten. Zum anderen sehen wir, dass Simson seinen Dienst dort begann, wo er wohnte, nämlich zwischen Zorha und Eschtaol (Ri 13,2; Ri 16,31). Wie segensreich ist es, wenn auch heute junge Leute ihr Leben früh dem Herrn Jesus übergeben und sich von Ihm an dem Platz benutzen lassen, wo Er sie hingestellt hat!