Der Mensch verlor durch die Sünde nicht nur sein natürliches Leben, sondern auch Gott; doch Christus schenkt mir nicht nur ein neues und besseres Leben, als es der Baum des Lebens geben könnte, sondern er schenkt mir Gott; er bringt mich zu Gott und stellt mich in die Gegenwart Gottes. Er macht Gott meiner Seele bekannt und schenkt mir die Gewissheit seiner Liebe, wie es Adam nicht kennen konnte.
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Wir werden dazu aufgefordert, den Glauben der Führer des Volkes Gottes nachzuahmen. Paulus sagte auch: „Seid meine Nachahmer.“ Wir werden aber nirgends in der Schrift aufgefordert, Menschen nachzufolgen. Nur Christus konnte sagen: Folge mir nach!
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Es ist also nicht einfach das Böse unter den „Brüdern“, das mir Kummer bereitet, sondern eine gewisse Entmutigung unter ihnen (aufgrund der Umstände), die aus dem Mangel an einfachem Glauben resultiert, sich über die Umstände zu erheben und zu Christus zu finden. Liebt Christus die Kirche weniger? Ist er weniger mächtig? Der Glaube hat ein beständiges, unerschütterliches Vertrauen in Christus … Wenn ihr auf eure eigene Kraft vertraut, dann wundert mich eure Entmutigung nicht, aber „der Hüter Israels schläft und schlummert nicht“. Wir sollten demütig sein – ja, demütig bis in den Staub, wenn es sein muss, aber niemals entmutigt. Ein wahrhaft demütiger Mensch ist nicht entmutigt; der entmutigte Mensch ist kein demütiger Mensch, denn er hat als Mensch auf etwas anderes als Gott vertraut.
(JND, Collected Writings, 32, S. 567–568)
