Manche Christen wissen, belehrt durch Gottes Wort, dass ihnen die Sünden vergeben sind, und wollen deshalb ein möglichst sündloses Leben führen, um Gottes Wohlgefallen zu erlangen. Gott ist in ihren Augen zuerst ein strenger Richter, dem sie durch das Blut Christi entkommen sind. So geben sie ihr Bestes. Und scheitern doch immer wieder. Das Gesetz Gottes ist gut in ihren Augen. Aber sie brechen es immer wieder. Sie müssen noch lernen, dass in ihrem Fleisch nichts Gutes wohnt. Und sie dürfen auch noch verstehen, dass der alte Mensch mitgekreuzigt worden ist und Gott die Sünde im Fleisch verurteilt hat. Siehe dazu Römer 6 und 7.

Es ist nicht möglich, Gott in eigener Kraft zu gefallen, und es ist auch nicht nötig. Denn wenn wir mit Christus gekreuzigt sind, zeigt das nicht nur, dass es nicht möglich ist, das Gesetz zu halten, sondern dass es auch nicht nötig ist. Wir sind mit Christus in seinem Tod verbunden und deshalb auch in seiner Auferstehung: Seine Position vor Gott ist unsere Position vor Gott. Mehr Annahme bei Gott und mehr Wohlgefallen Gottes können wir niemals bekommen. Das zu wissen, ist eine stabile Grundlage für ein heiliges Leben mit Gott. Aber damit es konkret ausgelebt wird, müssen wir auch beständig zu dem aufsehen, der uns sein Leben und seinen Geist gegeben. Nur in der gelebten und beständigen Abhängigkeit vom Herrn können wir in der Praxis ein siegreiches Christenleben führen. Er ist nicht nur unser Retter, sondern er ist auch unsere Kraft. Mache davon heute Gebrauch!