„Und es geschah, er hatte noch nicht ausgeredet, siehe, da kam Rebekka heraus, die Bethuel geboren war, dem Sohn der Milka, der Frau Nahors, des Bruders Abrahams, mit ihrem Krug auf ihrer Schulter. Und das Mädchen war sehr schön von Aussehen, eine Jungfrau, und kein Mann hatte sie erkannt; und sie stieg zur Quelle hinab und füllte ihren Krug und stieg wieder herauf“ (1. Mo 24,15.16).
Die beiden Verse aus 1. Mose 24,15.16 zeigen den Wunsch eines Gläubigen, aus der Quelle, dem Wort Gottes, zu schöpfen und dafür Zeit und Arbeit zu investieren. Eine „Investition“, die sich immer auszahlt und großen Segen bringt.
- Rebekka geht „heraus“, die Quelle ist ihr Ziel. Rebekka weiß genau, wo der leere Krug gefüllt werden kann; sie weiß, wo die Quelle ist.
- Sie hat „ihren“ Krug dabei. Sie möchte einen persönlichen Segen aus Gottes Wort bekommen.
- Sie hat einen „leeren“ Krug, den sie zur Quelle mitnimmt. Ein leerer und sauberer Krug, den Gott füllen kann, ist die Voraussetzung für Segen. Das zeigt uns, wie wir aus dem Wort Gottes schöpfen müssen.
- Sie trägt den Krug auf ihrer Schulter. Mit der Schulter werden Lasten getragen. Das kann ein Hinweis auf die Bereitschaft sein, sich der Autorität des Wortes Gottes zu unterstellen.
- Rebekka macht sich die Mühe, zur Quelle hinab- und heraufzusteigen. Übertragen bedeutet dies: Sie beschäftigt sich mit dem Wort Gottes, um ihren Krug zu füllen; sie macht sich Mühe, investiert Kraft und Zeit.
- Rebekka kann einen gefüllten Krug mitnehmen und sich zu Hause an dem Geschöpften erfrischen. Gleichzeitig ist sie in der Lage, anderen Menschen etwas Erfrischung weiterzugeben (siehe 2. Mo 24,18). Haben wir auch zu jeder Zeit ein Wort aus der persönlichen „Trinkflasche“ parat, um andere zu erquicken?
- Rebekka geht zur Abendzeit zur Quelle – wenn wir uns bewusst sind, dass es Abend geworden ist und der Tag sich geneigt hat (Lk 24,29), ist es umso erforderlicher, dass wir zur Quelle gehen, um uns vom Wort Gottes stärken zu lassen.
Gottes Beschreibung von Rebekka lautet: „Sie war sehr schön“ (1. Mo 24,16). Auch über Mose wird in 2. Mose 2,2 gesagt, dass er „schön“ war, und Apostelgeschichte 7,20 teilt uns die geistliche Bedeutung mit, dass er „schön für Gott“ war. Dies dürfen wir sicherlich auf Rebekka und uns übertragen – auch wir sind schön für Gott, wenn wir uns mit Ihm und Seinem Wort beschäftigen.
Haben wir Durst nach Gottes Wort und gehen täglich zu dieser Quelle?
