Das Gleichnis vom Sämann in Matthäus 13 ist eins der Gleichnisse, die der Herr erzählt. Ein Gleichnis ist eine bildhafte Rede, mit der der Herr anhand praktischer irdischer Vorgänge geistliche Wahrheiten deutlich macht. Im Kern geht es darum, welche Wirkung das Wort Gottes auf das Herz des Menschen hat, welche Reaktion es hervorruft. Da gibt es Ablehnung, da gibt es vielleicht äußerliche Begeisterung, was aber keine innere Annahme bedeutet. Und da gibt es auch solche, die es wirklich annehmen.
Aber wir wollen dieses Gleichnis jetzt einmal anwenden auf uns als Gläubige. Welche Wirkung hat das Wort Gottes auf unsere Herzen?
-
Die erste Gefahr oder der erste Feind ist der Teufel. In Matthäus 13,19 heißt es: „Sooft jemand das Wort hört und nicht versteht, kommt der Böse und reißt es weg, was in sein Herz gesät war.“ Bei der Waffenrüstung Gottes in Epheser 6 finden wir ein wichtiges Element. Das ist der Schild des Glaubens. Und dort heißt es: „Ihr habt über das alles ergriffen den Schild des Glaubens, mit dem ihr imstande sein werdet, alle feurigen Pfeile des Bösen auszulöschen.“ Das Glaubensvertrauen auf Gott ist also ein wichtiges Bewahrungsmittel, damit die feurigen Pfeile keine Wirkung entfalten. Und in Jakobus 4,7 heißt es: „Widersteht aber dem Teufel und er wird von euch fliehen.“ Wenn Angriffe auf die Wahrheit des Wortes Gottes gefahren werden durch den Teufel, dann heißt es, zu widerstehen und für den einmal den Heiligen überlieferten Glauben zu kämpfen.
-
Was ist die zweite Gefahr in unserem Gleichnis? Da ist die Rede von dem, „der auf das Steinige gesät ist.“ Das sind solche, die das Wort mit Freuden aufnehmen, aber nur für eine Zeit. Und wenn es dann Widerstand oder Schwierigkeiten gibt, dann hat es doch keine Wirkung mehr. Das ist das Fleisch in uns, die alte Natur, die wir noch haben. Und wir werden sie haben, solange wir auf dieser Erde sind. Aber weil wir auch das neue Leben und den Geist Gottes als Kraftquelle des Lebens haben, können wir darin Überwinder sein. In Galater 5,16 schreibt Paulus: „Wandelt im Geist, (also in der Kraft des Geistes) und ihr werdet die Lust des Fleisches nicht vollbringen.“ In der Kraft des Geistes zu wandeln, meint, das tun zu wollen und zu können, was Gott will.
-
Die dritte Gefahr in unserem Gleichnis sind die Sorgen der Welt und der Betrug des Reichtums. Das ist die uns umgebende Welt, die versucht, uns vom Glaubensweg abzuziehen, zum Beispiel durch einen Sorgengeist oder aber auch dadurch, reich werden zu wollen. Und sicherlich gibt es weitere Gefahren, aber wir haben eine wunderbare Ermutigung in 1. Johannes 5,4: „Denn alles, was aus Gott geboren ist, überwindet die Welt; und dies ist der Sieg, der die Welt überwunden hat: unser Glaube.“ Die göttliche Natur, die wir haben, überwindet die Welt. Die Welt kann da nicht in uns anknüpfen, denn der Glaube hat einen Gegenstand. Er beschäftigt sich mit ewigen himmlischen Dingen, mit der Person des Herrn Jesus selbst.
-
Aber dann finden wir in Matthäus 13 auch noch den vierten Zustand. Das sind die, „die das Wort hören und verstehen und Frucht bringen“. Das Wort glaubend zu hören, bedeutet, offen aufzunehmen, was der Herr uns zu sagen hat. Den Thessalonichern, schreibt Paulus von dem Wort Gottes, „das in euch, den Glaubenden, wirkt“. Glaubendes Hören ist eine wichtige Voraussetzung, um das Wort zu verstehen. Das meint nicht intellektuell, sondern es mit unseren Herzen zu erfassen. Die Folge wird sein, dass wir Frucht für Ihn bringen, dass Er etwas findet in unserem Leben, was Er anerkennen kann. Möge das doch bei dir und mir so sein.
