Liebe Schwester,
ich glaube, Gott hat mir mehr Kraft denn je für meinen Dienst gegeben, gepriesen sei Sein Name; dafür bin ich wirklich sehr dankbar. Gleichzeitig hoffe ich, dass mich dies demütiger gemacht hat als zuvor; zweifellos hatte ich das nötig, aber ich habe mich dieser Gnade so unwürdig gefühlt und bin so gedemütigt worden durch die Güte und Zuneigung der Brüder, die mich umgeben, dass ich, obwohl ich zum Arbeiten gedrängt wurde, mich lieber irgendwo verstecken wollte.
Oh, wie sehr wünsche ich mir, dass alle Brüder durch die Gnade ermutigt werden, Zeugnis abzulegen von der Gnade und Kraft Christi entsprechend ihrer Wirksamkeit in denen, die sie tragen. Und warum auch nicht? Es gibt jedoch einige, die tatsächlich gesegneter sind als ich, sodass ich manchmal glaube, dass es einen Fehler in mir geben muss, der mich in den Vordergrund stellt, während andere Seelen zu Gott ziehen. Gott weiß, dass ich kein Verlangen danach habe.
Möge Gott diese Brüder immer mehr segnen; aber wie sehr braucht das Reich Gottes Arbeiter, die Christus durch das Wort den Seelen nahebringen und ihnen die Ruhe geben, die sie brauchen, selbst unter den Kindern Gottes! ...
[Brief aus dem Jahr 1844]
