
Rezension zu Riskante Flucht von A. van der Jagt
Frankreich im 17. Jahrhundert: Jean und Manette wachsen wohlbehütet bei ihren Eltern in einer kleinen Waldhütte auf. Die Eltern leben ihren Glauben an Jesus Christus und haben ihre Kinder treu im Protestantismus erzogen. Doch die dunkle Welle der Hugenottenverfolgung macht auch vor ihrer Haustür nicht Halt. Francis, ausgerechnet der Bruder von Jeans Vater, ist überzeugter katholischer Priester und jagt alle Protestanten. Selbst seinen Bruder verrät er und unbeschreibliches Leid zerstört die Familie. Der Vater auf einer Galeere, die Mutter verstorben, die Schwester weit weg in Paris, und Jean soll ins Kloster, um zum katholischen Glauben umerzogen zu werden.
Doch das ist ganz gegen seine innere Überzeugung. Ein Fluchtplan erwacht in ihm. Nach Holland möchte er fliehen, denn dort kann er seinen Glauben frei ausleben. Ungern will er seine Schwester in Paris lassen und ein riskantes Abenteuer beginnt. Wird man ihn überall suchen? In festem Glauben an seinen Herrn und Heiland zieht er los und erfährt, wie Gottes Hand über allem steht.
Der Schreibstil ist sehr fesselnd und der Leser kann das Buch kaum aus der Hand legen, weil man regelrecht mitfiebert. Der Spannungsbogen hält sich bis zur letzten Seite auf hohem Niveau. Besonders gut hat mir gefallen, mit welcher Treue und Hingabe die Protagonisten ihren Weg gehen. Sehr beeindruckend und nachahmenswert, was die Eltern in die Herzen der Kinder gesät haben: treu an Gottes Liebe und Gnade festzuhalten, auch wenn es durch sehr dunkle Täler geht. Da die Erzählung auf historischen Fakten beruht und einen Einblick in die Zeit der Hugenottenverfolgung gibt, ist es umso wertvoller, zu sehen, wie Gott durch Schwierigkeiten hindurchgeholfen hat. Manche historische Begebenheiten sind zum besseren Verständnis in Fußnoten erklärt.
Rezension von AW
Das Buch kann hier bestellt werden: Riskante Flucht

