Die göttliche Gegenwart ermöglichte den Triumph über Jericho in Josua 6. In Josua 7 hingegen sehen wir, dass die Gegenwart Gottes, die durch die Bundeslade symbolisiert wird, Gericht über das Böse inmitten des Volkes Gottes fordert. Achan und seine Familie mussten weggetan werden, bevor Israel wieder Siege erringen konnte.

Es ist wunderbar, die Lade (ein Bild von Christus) in der Mitte zu haben, um Siege zu erleben. So wird in Matthäus 18 gesagt, dass wir als Versammlung Gebetserhörungen erfahren, weil der Herr in der Mitte ist. Doch seine Gegenwart verlangt zugleich, dass das Böse entfernt wird – das wird dort im Zusammenhang mit dem „Binden“ erwähnt.

Es ist herrlich, den Herrn Jesus in der Mitte zu haben und seinen Segen zu erleben; aber seine Gegenwart verpflichtet uns auch, in Heiligkeit zu leben. Als Versammlung dürfen wir gemeinsam Vorrechte genießen, müssen aber ebenso gemeinsam Verantwortung tragen.

Die Korinther freuten sich über ihre Gaben und darüber, wie die Macht Christi in ihrer Mitte offenbar wurde (1. Korinther 1 und 14). Doch sie mussten auch begreifen, dass es notwendig war, den Bösen hinauszutun (1. Korinther 5). Wer sich im Namen und in der Kraft des Herrn Jesus versammelt, trägt diese Verantwortung. Auch heute noch.