„Habt nun Geduld, Brüder, bis zur Ankunft des Herrn. Siehe, der Ackerbauer wartet auf die köstliche Frucht der Erde und hat Geduld ihretwegen, bis sie den Früh- und den Spätregen empfängt. Habt auch ihr Geduld, befestigt eure Herzen, denn die Ankunft des Herrn ist nahe gekommen“ (Jak 5,7.8).
Wir werden in diesen Versen zweimal zur Geduld aufgefordert. Dabei ist das natürlich keine bloße Wiederholung.
In Vers 7 geht es darum, wie lange wir Geduld haben sollen: „bis zur Ankunft des Herrn“. Unsere Geduld wird so lange erprobt, bis wir beim Herrn sind. Die eine oder andere Frucht mag jetzt schon – nach mühevoller Arbeit – sichtbar werden, doch die Ernte wird erst später kommen. Auf der Erde leben und Gott hier dienen – das ist immer mit Geduld gepaart.
In Vers 8 geht es darum, wie wir Geduld haben können. Wir sollten daran denken, dass das Kommen des Herrn „nahe“ ist. Wir müssen nicht wer weiß wie lange Geduld aufbringen, sondern nur bis zum Kommen des Herrn. Und seine Ankunft ist nahe! Wir sollen unsere Herzen nicht mit irdischen Dingen mästen (Jak 5,5), sondern sie befestigen, indem wir an das Kommen des Herrn denken.[1]
Fußnoten:
