„Ihr Männer, liebt eure Frauen, wie auch der Christus die Versammlung geliebt und sich selbst für sie hingegeben hat, damit er sie heiligte, sie reinigend durch die Waschung mit Wasser durch das Wort, damit er die Versammlung sich selbst verherrlicht darstellte, die nicht Flecken oder Runzel oder etwas dergleichen habe, sondern dass sie heilig und untadelig sei. So sind auch die Männer schuldig, ihre Frauen zu lieben wie ihre eigenen Leiber. Wer seine Frau liebt, liebt sich selbst. Denn niemand hat jemals sein eigenes Fleisch gehasst, sondern er nährt und pflegt es, wie auch der Christus die Versammlung“ (Eph 5,25–29).
Dieser Abschnitt stellt uns vier Tätigkeiten vor, die der Herr Jesus in der gegenwärtigen Zeit für seine Versammlung tut. Sein Motiv hinter allem ist die Liebe. Christus hat seine Liebe zu seiner Versammlung bereits völlig unter Beweis gestellt, als Er sich selbst für sie hingegeben hat – mehr konnte Er nicht geben! Doch seine Liebe hat sich seitdem nicht verändert. Sie ist auch heute noch ebenso groß und zeigt sich in der Art und Weise, wie Er für seine Versammlung sorgt: Er heiligt, reinigt, nährt und pflegt sie – bis Er sie zu sich in den Himmel holen wird, um sie für immer sich selbst verherrlicht darzustellen. Was der Herr Jesus jetzt für seine Versammlung tut, wollen wir uns im Folgenden näher anschauen.
Heiligen
Nach dem vollbrachten Erlösungswerk hat der Herr Jesus die Erde verlassen und ist in den Himmel zurückgekehrt, um dort der große Anziehungspunkt für uns zu sein (Joh 17,19). Er zieht die Blicke und Zuneigungen unserer Herzen nach oben, um uns für sich zu heiligen und von der Welt zu trennen. Weil wir in Ihm eine unvergleichliche, wunderbare Person gefunden haben, fällt es uns nicht schwer, uns vom Irdischen zu lösen. Das ist praktische Heiligung.
Reinigen
Der Herr Jesus heiligt die Versammlung nicht nur, Er reinigt sie auch, und zwar durch das Wort Gottes. Er heiligt uns, indem Er unsere Herzen nach oben zieht, und Er reinigt uns, indem Er uns durch das Wort von dem Schmutz der Erde befreit. Hier geht es nicht um die einmalige Waschung am Anfang unseres Glaubenswegs, sondern um das regelmäßige Waschen durch das Wort. Die Fußwaschung in Johannes 13 macht deutlich, was gemeint ist.
Nähren
So wie der Mensch täglich Nahrung zum Leben aufnimmt, so nährt Christus seine Versammlung. Er gibt ihr alles, was sie auf ihrem Weg nötig hat. Vom Himmel aus sorgt der Herr unermüdlich für die Seinen und nährt sie durch sein Wort. Dabei spielt der Heilige Geist eine wichtige Rolle. Er wendet das Wort Gottes auf unsere Herzen und Gewissen an und begegnet so allen unseren Bedürfnissen.
Pflegen
Christus nährt seine Versammlung nicht nur, Er pflegt sie auch. Er gibt ihr nicht nur das, was sie unbedingt nötig hat, sondern schenkt ihr darüber hinaus viel mehr. Denken wir zum Beispiel an all die himmlischen Segnungen, die Gott uns in Christus geschenkt hat! Gehen sie nicht weit über unsere Bedürfnisse hinaus? In dem, was Gott uns im Herrn Jesus geschenkt hat, wird nicht nur der Reichtum seiner Gnade, sondern auch die Herrlichkeit seiner Gnade sichtbar (Eph 1,6.7; 1. Kön 10,13).
Auf diese vierfache Weise sorgt der Herr Jesus vollkommen für seine Versammlung, bis Er sie zu sich nach Hause holt.
(Auszug aus dem Buch Komm zur Quelle!, hier der Link: Bestellung Quelle)
