Es ist erstaunlich, dass manche Christen Mühe haben, an ein buchstäbliches Tausendjähriges Reich unter der Herrschaft des Herrn Jesus Christus zu glauben, obwohl es die Schrift doch so deutlich sagt:
„Und ich sah Throne, und sie saßen darauf, und es wurde ihnen gegeben, Gericht zu halten; und ich sah die Seelen derer, die um des Zeugnisses Jesu und um des Wortes Gottes willen enthauptet worden waren, und die, die das Tier nicht angebetet hatten noch sein Bild, und das Malzeichen nicht angenommen hatten an ihre Stirn und an ihre Hand. Und sie wurden lebendig und herrschten mit dem Christus tausend Jahre. Die Übrigen der Toten wurden nicht lebendig, bis die tausend Jahre vollendet waren“ (Off 20,4.5).
Bei dem Tausendjährigen Reich kommen oft viele Fragen auf, wie das genau funktionieren soll. Man hat Fragen im Blick auf den Tempel und den Opferdienst (Hes 40–48), Fragen im Blick auf die Veränderungen im Tierreich (Jes 65,25), Fragen im Blick auf das Lebensalter der Menschen (Jes 65,20), Fragen im Blick darauf, wer in das Reich eingeht usw. Manche dieser Fragen sind nicht so schwer zu beantworten, andere Dinge sind vom heutigen Standpunkt aus nicht so leicht zu beantworten oder vorzustellen.
Aber wenn Gott etwas gesagt hat, dann wird es auch so eintreffen. Die Tatsache, dass wir etwas nicht zuordnen können, macht die Wahrheit nicht ungültig. Die Sadduzäer konnten sich eine Auferstehungswelt nicht vorstellen, weil das Eheleben dort nicht funktionieren kann (Mt 22). Deswegen leugneten oder vergeistlichten sie das, was die Schrift über die Auferstehung lehrt. Aber der Herr musste ihnen sagen, dass sie die Schrift nicht kennen und nicht die Kraft Gottes.
Gott wird sein Wort erfüllen, und er wird es tun in seiner Kraft. Auch im Blick auf das kommende Friedensreich, das tausend Jahre währen wird.
