„Jesus Christus ist derselbe gestern und heute und in Ewigkeit“ (Heb 13,8). Dieses Wort gilt immer. Er wurde als Kind in Bethlehem in die Krippe gelegt und ging den Weg nach Golgatha. Er starb am Kreuz und wurde begraben, kam in die „unteren Teile der Erde“ (Eph 4,9). Dann stand Er aus den Toten auf und zeigte den Seinen „in vielen sicheren Kennzeichen“, dass Er immer noch derselbe war (Apg 1,3). Von einigen Kennzeichen lesen wir am Ende der Evangelien, und sie erinnern uns deutlich an Situationen in seinem Leben. Die Jünger durften darin erkennen, dass Er immer noch derselbe war.
Den Jüngern auf dem Weg nach Emmaus näherte Er sich als einsamer Wanderer, gerade so wie Er es vorher auf dem Weg von Bethlehem nach Golgatha gewesen war. Am Brechen des Brotes erkannten sie Ihn, weil es sicher auch vorher seine Gewohnheit unter ihnen gewesen war. Als Er den zehn Jüngern (ohne Thomas) erschien, trug sein Körper die Wundenmale, die sie an die durchbohrten Hände auf Golgatha erinnerten. (Diese Hände segnend über sie haltend fuhr Er später zum Himmel auf.) Und derselbe, der während seines Lebens oft mit ihnen gegessen hatte, aß vor ihnen „gebratenen Fisch und von einer Honigscheibe“ (Lk 24,42.43). Am See von Tiberias gab Er ihnen einen reichen Fischfang, genau wie in Lukas 5. Und wie Er früher für die Speise gedankt und sie ihnen gereicht hatte, tat Er es jetzt am Kohlenfeuer mit Fisch und Brot. Er kannte sie und redete sie mit Namen an, wie Er es früher getan hatte. Er unterhielt sich mit ihnen genauso wie früher, unterwies sie wie damals und erteilte Aufträge, wie sie es von Ihm kannten. An allen diesen „sicheren Kennzeichen (oder: Beweisen)“ konnten sich die Jünger von der wunderbaren Tatsache überzeugen: Er ist derselbe – auch jenseits des Todes.
Als Er dann zum Himmel auffuhr und die Jünger Ihm nachsahen, als hätten sie Ihn zum letzten Mal gesehen, erschienen die Engel und sagten: „Dieser Jesus … wird ebenso kommen“ (Apg 1,11). Dieser Jesus! „Er, der offenbart worden ist im Fleisch“, der von den Engeln gesehen wurde und der in Herrlichkeit aufgenommen wurde (1. Tim 3,16), ist derselbe – auch dort in der Höhe.
So hat der Geist Gottes uns durch diese Berichte eine herrliche Kette geknüpft, die von Bethlehem über Golgatha, vom Gartengrab über den Ölberg bis in die Herrlichkeit reicht. J.G. Bellet schreibt: „Die Glieder dieser herrlichen Kette können niemals zerbrochen werden, obwohl sie das Erhabenste und das Niedrigste miteinander verbinden.“ [1] Welches Glied dieser Kette wir auch betrachten, es ist immer dieselbe Person, mit der wir uns beschäftigen. Und wie willkommen ist uns jeder Strahl göttlicher Herrlichkeit, ganz gleich, ob er aus Bethlehem hevorstrahlt oder „von dem Berg, der Ölberg heißt“ (Apg 1,12), oder aus der höchsten Höhe zur Rechten Gottes. Lasst uns immer offene Gefäße sein, die sich gerne füllen lassen mit der Herrlichkeit Jesu, ob „offenbart im Fleisch“ (1. Tim 3,16) oder „aus den Toten auferweckt“ (Joh 2,22; Röm 6,9) oder „aufgenommen in Herrlichkeit“ (1. Tim 3,16).
Fußnoten:
