Im Johannesevangelium wird uns der Herr Jesus als der Sohn Gottes vorgestellt, der auf die Erde kam, um das Herz des Vaters zu offenbaren. Während Er in den drei synoptischen Evangelien Matthäus, Markus und Lukas oft zu großen Volksmengen spricht, finden wir im Johannesevangelium, dass Er häufig zu Einzelnen spricht. Er begegnet einzelnen Menschen, um ihnen etwas von seiner Herrlichkeit zu zeigen und ihren Bedürfnissen zu entsprechen. Gerade diese Besonderheit macht die Person des Herrn so kostbar und anziehend für uns: Gott, der Sohn – der Schöpfer des ganzen Universums –, lässt sich in unbeschreiblicher Gnade zu dem Einzelnen herab, um ihm zu begegnen. Johannes stellt uns in seinem Evangelium sieben Begegnungen vor:
Nikodemus
In Kapitel 3 begegnet der Herr Nikodemus, einem Obersten der Juden, bei Nacht (Joh 3,1.2). Obwohl Nikodemus „der Lehrer Israels“ ist, muss der Herr mit ihm über ein so grundlegendes Thema wie die neue Geburt sprechen. Dabei treten bei Nikodemus deutliche Wissensdefizite zu Tage (Joh 3,10).
Die samaritische Frau
In Kapitel 4 begegnet der Herr einer samaritischen Frau an der Quelle Jakobs (Joh 4,6.7). Sie kommt zur Quelle, um Wasser zu schöpfen. Der Herr bittet sie um Wasser und bietet ihr das lebendige Wasser an. Schließlich spricht Er mit ihr über die christliche Anbetung (Joh 4,21).
Der Gelähmte
In Kapitel 5 begegnet der Herr einem Gelähmten am Teich von Bethesda, der 38 Jahre krank war und keinen Menschen hatte, der ihm helfen konnte (Joh 5,5). Der Herr heilt ihn mit einem Wort und zeigt damit, dass Er nicht auf den Engel angewiesen ist, der zu gewissen Zeiten das Wasser des Teiches bewegt.
Der Blindgeborene
In Kapitel 9 begegnet der Herr einem Mann, der von Geburt an blind ist (Joh 9,1). Nachdem Er ihm das Augenlicht geschenkt hat, sorgt Er im weiteren Verlauf dafür, dass dieser ehemals Blinde mit den Augen seines Herzens immer klarer sieht, wer die Person ist, die ihn geheilt hat (Joh 9,37).
Maria Magdalene
In Kapitel 20 begegnet der Herr nach seiner Auferstehung Maria Magdalene, die vor der Gruft steht und weint (Joh 20,11). Zunächst hält Maria hält Ihn für den Gärtner. Doch als Er sie mit ihrem Namen anspricht, erkennt sie Ihn. Daraufhin sendet der Herr sie mit einer inhaltsreichen Botschaft zu seinen Jüngern (Joh 20,17).
Thomas
Ebenfalls in Kapitel 20 begegnet der Herr seinem Jünger Thomas, der sieben Tage zuvor gefehlt hatte, als Er seinen übrigen Jüngern am Auferstehungstag erschienen war (Joh 20,24). Thomas, der zunächst nicht glauben wollte, dass der Herr auferstanden war, glaubt schließlich und bekennt seinen Herrn (Joh 20,28).
Petrus
In Kapitel 21 hat der Herr eine besondere Unterredung mit Petrus (Joh 21,15). Dreimal hat Petrus den Herrn verleugnet und dreimal fragt der Herr ihn nach seiner Liebe und stellt ihn so öffentlich wieder her. Als Beweis seiner öffentlichen Wiederherstellung gibt Er ihm schließlich drei Aufträge.
