Thema ist der Prophet Daniel, Kapitel 1.
Fragen
- Wo wird der Prophet Daniel (seine Person) im Alten und Neuen erwähnt (außerhalb des Propheten Daniel)?
- Nenne Zitate des Propheten Daniel im Neuen Testament.
- Daniel ist ein Lo-Ammi-Prophet. Kannst du mit dieser Aussage etwas anfangen?
- Es gab drei Wegführungen von Juden durch die Babylonier. Bei welcher Deportation wurde Daniel ins Land Babylon gebracht?
- Was tat Nebukadnezar, um die israelitischen Elite-Jungs in das chaldäische System zu integrieren, und wie kann man das auf Christen anwenden, die der Teufel in die Welt ziehen will?
- Inwiefern sehen wir Entschlossenheit und Demut bei Daniel, wenn es um die Tafelkost geht?
- Wieso war das Essen der Tafelkost und das Trinken von Wein überhaupt eine Verunreinigung?
- Die Sache mit der Tafelkost nahm einen positiven Verlauf, weil Daniel zwei Dinge tat und weil Gott zwei Dinge tat – welche?
- Findest du zehn Tage viel, die Daniel sich erbat, und was für eine Symbolik steckt in dieser Zahl?
- Sollen wir nur Wasser trinken und Gemüse essen oder welche Belehrung schöpfen wir aus dieser Begebenheit?
- Gott half Daniel und seinen Freunden in ihrer Ausbildung, nachdem sie Gott geehrt und sein Reich an die erste Stelle gesetzt hatten. Welche Stelle aus der Bergpredigt passt dazu?
- Wieso wird am Ende des Kapitels erwähnt, dass Daniel bis zur Herrschaft von Kores seinen Posten behielt? Was ist daran so besonders?
Antworten
- AT: Hesekiel 14,14.20; 28,3. NT: Hebräer 11,33.
- Matthäus 24,15; und auch Markus 13,14.
- Daniel ist ein Lo-Ammi-Prophet, weil er in der Zeit weissagte, als Israel nicht mehr offiziell als Volk Gottes anerkannt war und die Zeit der Nationen begann. Die Herrlichkeit Gottes wich aus dem Tempel, die Bundeslade wurde weggenommen und der Tempel zerstört. Aber Gott gewährte den Juden eine Rückkehr ins Land und sandte ihnen seinen Sohn. Doch als sie Christus verwarfen, wurde das Lo-Ammi vollständig: Die Israeliten mussten den Platz des Zeugnisses und des Segens auf der Erde vollständig verlassen. Die natürlichen Zweige wurden aus dem Ölbaum ausgebrochen (Römer 11). Daniel spricht besonders von der Zeit der Nationen, wenn Israel noch unter dem alten Bund steht.
- Es gab drei große Deportationen der Juden durch die Babylonier; bei der ersten war Daniel dabei. Die Besten wurden zuerst weggeführt. (Es gab nach der Zerstörung Jerusalems noch eine weitere kleine Wegführung, die in Jeremia 52 berichtet wird.)
- Babylonische Bücher lesen, die Sprache der Babylonier sprechen, neue babylonische Namen bekommen, von der Tafelkost des Königs essen. – Das entspricht: Medienkonsum mit entsprechenden Inhalten; wir sollen denken und sprechen und kommunizieren wie die Welt; wir sollen eine weltliche Identität annehmen und uns dadurch integriert fühlen; wir sollen den Genuss und die Vergnügungen wie die Welt haben.
- Er war entschlossen in der Sache, aber höflich in seiner Ansprache.
- Die Speisen entsprachen nicht den Speisevorschriften der Juden, und der Weingenuss wird nicht vernünftig reglementiert gewesen sein. Deshalb wollte Daniel sich klar positionieren und nicht in Gefahr kommen, falsch zu handeln.
- Daniel nahm sich etwas in seinem Herzen vor und er sprach den Vorgesetzten an. Gott gab ihm Gnade und Barmherzigkeit und er ließ das Experiment gelingen.
- Zehn Tage sind sehr wenig für körperliche Veränderungen. Die Zahl zehn spricht davon, dass man in seiner Verantwortung vollständig geprüft wird (vgl. Off 2,10).
- Wir Christen unterliegen keinen Speisevorschriften (vgl. Röm 14 etc.), aber wir sollen wachsam sein, dass wir uns nicht moralisch mit den Dingen dieser Welt verunreinigen.
- Matthäus 6,33.
- Das zeigt, wie treu er bei seinem Kurs blieb und wie der Herr sich zu diesem Mann bekannte.
