„Euer Leben ist verborgen mit dem Christus in Gott. Wenn der Christus, unser Leben, offenbart werden wird, dann werdet auch ihr mit ihm offenbart werden in Herrlichkeit“ (Kol 3,3.4).

Bei der Offenbarung des Herrn Jesus, von der in Vers 4 die Rede ist, handelt es sich nicht um das Kommen des Herrn für die Seinen, um sie zu sich zu nehmen (s. 1. Thes 4,17). Unsere Zukunft ist mit der Zukunft des Christus verbunden. Weil Er gestorben und auferstanden ist, sind wir durch den Heiligen Geist untrennbar mit Christus im Himmel verbunden.

Doch solange Christus vor dieser Welt verborgen ist, sind auch wir mit Ihm verborgen: „Euer Leben ist verborgen mit dem Christus in Gott.“ An dem Tag, an dem der Herr wiederkommen wird, um die Seinen zu sich zu nehmen, wird Ihn nur seine Versammlung sehen, niemand sonst. Er wird seine Braut holen, um sie für ewig bei sich zu haben. Wir werden für alle Ewigkeit vereint und durch ein untrennbares Band miteinander verbunden sein.

Bei dem Kommen des Herrn, um sein Reich aufzurichten, wird Ihn seine Versammlung begleiten, denn die Welt muss Ihn sehen, wie Er – begleitet von den Seinen – auf dieser Erde erscheint. Vers 4 sagt, dass dies eine herrliche Erscheinung sein wird, denn Er wird uns verwandelt haben, Ihm gleich zu sein: „Wir wissen, dass wir, wenn es offenbar wird, ihm gleich sein werden, denn wir werden ihn sehen, wie er ist“ (1. Joh 3,2).

Diese Wahrheit kommt im Neuen Testament immer wieder vor. Viele andere Stellen bestätigen, was wir im Kolosserbrief im Hinblick auf die Erscheinung Christi und unser Kommen mit Ihm finden. Zuerst wird der Herr für uns kommen, damit wir wenig später gemeinsam mit Ihm erscheinen.

Noch befinden wir uns auf der Erde mit all den Schwachheiten, die uns hier begegnen. Noch sehen wir nichts von der Herrlichkeit, die uns erwartet. Aber nachdem der Herr uns zu sich entrückt hat, wird Er selbst vor den Augen der ganzen Welt mit uns erscheinen. Er wird sich den Menschen nicht allein zeigen, denn Er hat auch entschieden, diese Herrlichkeit mit uns zu teilen: „Er kommt, um an jenem Tag verherrlicht zu werden in seinen Heiligen und bewundert zu werden in allen denen, die geglaubt haben“ (2. Thes 1,10). Kurz bevor Er ans Kreuz ging, betete Er zu seinem Vater und trug dabei die Seinen auf seinem Herzen. Über den Tag seiner mächtigen Erscheinung sagt Er: „Und die Herrlichkeit, die du mir gegeben hast, habe ich ihnen gegeben“ (Joh 17,22).