Christus beeindruckt durch seinen Frieden in allen Umständen. Er benötigte in Schwierigkeiten keine Zeit, um seine Seele auf Gott auszurichten und wieder neuen Mut zu fassen. Seine Seele wohnte stets bei Gott. Ja, er wurde einmal bestürzt und beängstigt, aber das war in Gethsemane, wo in besonderer Weise das einzigartige Werk der Erlösung vor ihm stand. Aber selbst da zeigte er sich vor den Menschen stets vollkommen ruhig und erhaben. „Wenn ihr mich sucht, so lasst diese gehen.“
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Was wir Pflichten nennen, nennt Gott Sorgen. Sie ermüden und bedrücken die Seele. Wir denken, unsere Kraftlosigkeit läge an dem Druck unvermeidlicher Sorgen, in Wahrheit liegt es daran, dass wir unsere Zuflucht anderswo als in Christus gesucht haben.
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Josua kämpfte im Tal gegen Amalek. Das war der richtige Kampf am richtigen Ort. Allerdings hatte mal Josua die Oberhand und dann doch wieder die Feinde. Menschen würden das Schlachtfeld analysieren und ihre Schlussfolgerungen ziehen. Aber dort ließ sich die Ursache nicht finden. Die Ursache war verborgen. Sie lag in den erhobenen Armen von Mose. Auch unsere Niederlagen haben eine tiefe und verborgene Ursache. Es geht um die Frage: Sind unsere Hände gehoben? Führen wir ein Leben in Abhängigkeit? Wenn ich „kämpfe“, ohne abhängig zu sein, dann werden wir nicht weiterkommen und nicht siegen.
[In Anlehnung an Collected Writings, Band 16, John Nelson Darby]
