„Wenn ihr in mir bleibt und meine Worte in euch bleiben, so werdet ihr bitten, um was ihr wollt, und es wird euch geschehen. Hierin wird mein Vater verherrlicht, dass ihr viel Frucht bringt, und ihr werdet meine Jünger werden“ (Joh 15,7.8).
In Christus zu bleiben und seinen Worten in uns Raum zu geben, hat tiefgreifende Auswirkungen. Das Wort „bleiben“ deutet dabei auf Beständigkeit hin: Wir sind von der Person des Herrn erfüllt und leben in einer ungetrübten, lebendigen Gemeinschaft mit Ihm. Wenn zudem seine Worte – die Summe seiner Aussprüche – in uns wohnen, prägen sie unser gesamtes Inneres, unsere Gedanken und unsere Gesinnung (Ps 40,9). Wo diese Voraussetzungen erfüllt sind, folgen unweigerlich drei segensreiche Konsequenzen:
- Erhörte Gebete: Unsere Bitten werden durch Ihn und seinen Willen geformt. Solche Gebete ruhen auf der Verheißung, dass der Vater sie erfüllt, weil sie ganz in Übereinstimmung mit seinem Willen und seinen Absichten stehen (Ps 37,4). Wenn der Herr und sein Wort uns in unseren Gebeten leiten, erhört sie der Vater gerne.
- Die Verherrlichung des Vaters: Wir bringen „viel Frucht“, indem wir die Wesenszüge des Herrn Jesus in unserem Alltag widerspiegeln. Wenn der Herr in uns sichtbar wird, wird zugleich das Wesen des Vaters offenbar. In anderen Worten: Wenn wir den Herrn verherrlichen, verherrlichen wir dadurch auch den Vater, denn dann werden auch die Wesenszüge des Vaters in unserem Leben sichtbar.
- Wahre Jüngerschaft: Ein Jünger zeichnet sich dadurch aus, dass er seinem Lehrer immer ähnlicher wird (Mt 10,25; Lk 6,40). Wenn wir in Gemeinschaft mit dem Herrn bleiben und von seinen Worten erfüllt sind, werden wir zu echten Jüngern werden, die auch für andere als solche erkennbar sind. Wir werden so sein, wie Er in dieser Welt war.
