„Wenn aber der Sachwalter gekommen ist, den ich euch von dem Vater senden werde, der Geist der Wahrheit, der von dem Vater ausgeht, so wird er von mir zeugen. Aber auch ihr zeuget, weil ihr von Anfang an bei mir seid“ (Joh 15,26.27). 

Die Menschen haben den zurückgewiesen, der vom Vater ausgegangen ist und von ihm gezeugt hat (Joh 16,28). Und nun sendet der Sohn den Geist Gottes; er geht vom Vater aus und er zeugt vom Sohn. Sein Zeugnis kann abgewiesen werden, aber er kann nicht aus der Welt gewiesen werden.

Der Sohn zeugte vom Vater im Himmel, und niemand konnte es besser als der Sohn des Menschen, der im Himmel ist (vgl. Joh 3). Und niemand kann besser von dem verherrlichten Menschen zeugen als der Geist Gottes, der aus dem Himmel herabkommt. Seine Anwesenheit ist allein schon ein Zeugnis dafür, dass ein verherrlichter Mensch im Himmel ist. Aber nicht nur das: Er benutzt auch menschliche Werkzeuge, um die Herrlichkeit Christi kundzumachen, wie einen Stephanus (Apg 7).

Doch gemäß der Tatsache, dass ein Augenzeuge das beste Zeugnis ablegen kann, lesen wir, dass auch die Jünger zeugen, weil sie von Anfang an bei dem Herrn Jesus waren. Die Jünger würden von der Offenbarung des ewigen Lebens zeugen (1. Joh 1), welches sie selbst beobachtet hatten (Apg 1). Sie zeugten von Christi Herrlichkeit auf der Erde; der Geist zeugte von der Herrlichkeit des Christus im Himmel.

Natürlich können die Jünger nicht ohne den Geist Zeugnis ablegen. Sie mussten ja auch warten, bis sie mit der Kraft aus der Höhe angetan wurden (Apg 2). Es soll hier kein Gegensatz gezeigt werden, sondern eine Ergänzung, wie geschrieben steht: „Und wir sind Zeugen von diesen Dingen, und der Heilige Geist, den Gott denen gegeben hat, die ihm gehorchen“ (Apg 5,32).

Der Geist legte von der Herrlichkeit des Herrn im Himmel Zeugnis ab, während die Jünger von dem berichteten, was sie mit dem Herrn erlebt hatten – und genau das sagten und schrieben sie durch den Geist.