Die Milbe Paratarsotomus macropalpis aus Südkalifornien läuft pro Sekunde etwa 322 Körperlängen. In Relation zu ihrer Körpergröße ist sie das schnellste bekannte Lebewesen. Übertragen auf einen Menschen entspräche das einer Geschwindigkeit von ungefähr 2000 km/h.
Die Milbe bewegt sich an den Grenzen des biomechanisch Machbaren. Ihre Beine und Muskeln arbeiten mit enormer Frequenz, ohne dass das Tier überhitzt oder strukturell „auseinanderfällt“. Das setzt eine äußerst präzise abgestimmte Kombination aus Gewebeaufbau, Gelenkgeometrie und Nervensteuerung voraus.
Fachleute aus der Technik betonen, wie viel man von diesem Tier für die Technik lernen kann – besonders in den Bereichen Robotik und Haftmechanik. Falls es irgendwann gelingt, etwas auf vergleichbarem Niveau zu konstruieren, wird man von einer herausragenden Ingenieurleistung oder einem Wunderwerk der Technik sprechen.
Umso erstaunlicher ist es, dass so wenige Menschen auf die Idee kommen, dass hinter der ultraschnellen Milbe ein genialer Schöpfer steht, der alle Ehre und Anerkennung verdient. Kann es daran liegen, dass vielen der Gedanke an einen Schöpfer, vor dem man sich verantworten muss, einfach zu unbequem ist?
