In der Bibel finden wir manche Glaubende, die schliefen, wo sie es besser nicht getan hätten. Das kann angewandt werden auf uns, die wir, geistlich gesehen, auch nicht schlafen sollen:

  • Simson (Ri 16,18–22) – Er schlief in dem Schoß einer verführerischen und bösen Frau. Es war ein Schlaf der Sinnlichkeit. Er wurde durch ein erschreckendes „Philister über dir!“ geweckt. Die Bosheit der Welt hätte ihm die Augen öffnen sollen.

  • Elia (1. Kön 19,1–5) – Er schlief, weil er niedergeschlagen, ängstlich und enttäuscht war. Der Engel des Herrn weckte ihn und versorgte ihn gnädig.

  • Sulamith (Hld 5,2.6) – Sie schlief, weil die Liebe zu ihrem Bräutigam nicht mehr so hell in ihrem Herzen leuchtete. Da kam der Bräutigam und machte ihr seine Liebe bewusst.

  • Jona (Jona 1,3–5) – Er schlief, weil es anstrengend war, von Gott wegzulaufen, und weil er keine Lust mehr hatte, über seinen Weg nachzudenken. Ein Steuermann riss ihn tadelnd aus dem Schlaf.

  • Jünger am Berg der Verklärung (Lk 9,28–36) – Sie schliefen ein, weil sie sich nicht so sehr für den Ausgang des Herrn Jesus interessierten. Sie wurden durch die Herrlichkeit Christi letztlich „geweckt“.

  • Jünger in Gethsemane (Lk 22,39–46) – Sie schliefen ein, weil sie die Leiden des Sohnes des Menschen nicht wertschätzten. Sie wurden durch die mahnenden Worte des Herrn geweckt.

  • Zehn Jungfrauen (Mt 25,5.10) – Sie schliefen, weil es ihnen zu lange dauerte, bis der Bräutigam wiederkam; ihre Erwartung ließ nach. Sie wurden durch den guten Ruf, dass der Bräutigam kommt, aus ihren Träumen gerissen.

  • Eutychus (Apg 20,7–12) – Er schlief ein, weil er dem Wort Gottes nicht genug Beachtung schenkte und an der „Grenze zur Welt“ saß. Er wurde durch einen harten Aufprall geweckt, oder eher: durch ein Wunder Gottes.

Wir sollen nicht schlafen. Wenn wir es doch tun, rüttelt der Herr auf verschiedene Art und Weise an unseren Seelen. Er benutzt dazu böse und wohlgesonnene Menschen dieser Welt, er benutzt dazu Umstände, aber besonders sein Wort. Wie gut, wenn wir aufwachen, aufstehen und für ihn tätig werden!