„Gesegnet ist der Mann, der auf den Herrn vertraut und dessen Vertrauen der Herr ist! Und er wird sein wie ein Baum, der am Wasser gepflanzt ist und am Bach seine Wurzeln ausstreckt und sich nicht fürchtet, wenn die Hitze kommt; und sein Laub ist grün, und im Jahr der Dürre ist er unbekümmert, und er hört nicht auf, Frucht zu tragen“ (Jer 17,7.8).
Der Herr verspricht seinen Segen demjenigen, der auf Ihn vertraut: Gesegnet ist der Mensch, der Ihm in allen Lebensumständen vertraut und dessen Vertrauen sich auf seine Person gründet.
Um die gesegneten Auswirkungen eines solchen Gottvertrauens zu veranschaulichen, benutzt der Heilige Geist an dieser Stelle das Bild eines Baumes. Der Mensch, der auf den Herrn vertraut, gleicht einem Baum, der am Wasser gepflanzt ist und am Bach seine Wurzeln ausstreckt. So jemand gründet sein Leben auf das Wort Gottes und richtet sich in allem an den Gedanken Gottes in seinem Wort aus (Wasser: Eph 5,26). Zudem lässt er dem Heiligen Geist Raum, damit dieser in seinem Leben wirkt und ihn durch das Wort Gottes führt und leitet (Bach: Joh 7,38).
Die Wurzeln sind der unsichtbare Teil eines Baumes. Sie geben dem Baum Halt und sorgen für die Zufuhr von Wasser und Nährstoffen. Gerade die verborgene Beschäftigung mit dem Herrn und seinem Wort gibt uns im Leben Halt und liefert die nötige Nahrung für unsere neue Natur. So wie der Baum sich zum Wasser ausstreckt, so sollen auch wir uns nach dem Wort Gottes ausstrecken und es reichlich in uns aufnehmen (Kol 3,16).
Ein Baum, der am Wasser gepflanzt ist, übersteht Hitze- und Dürreperioden problemlos. Genauso wird auch ein gläubiger Christ, der in lebendiger Gemeinschaft mit seinem Herrn lebt, sich nicht fürchten, wenn Prüfungen in sein Leben kommen. Während die Hitze von Prüfungen spricht, die von außen an uns herankommen, spricht die Dürre von Zeiten in unserem Leben, in denen der irdische oder geistliche Segen ausbleibt.
Ein Baum, der seine Wurzeln am Wasser hat, trägt auch in Hitze- und Dürrezeiten grünes Laub und Früchte. Das gilt im übertragenen Sinn auch für einen Gläubigen, der in vertrauter Gemeinschaft mit seinem Herrn lebt und sich täglich von Gottes Wort nährt. Das grüne Laub weist auf das Zeugnis hin, das er in dieser Welt – auch in Zeiten der Prüfung – ablegt. In den Früchten, die der Baum trägt, sehen wir einen Hinweis auf die Frucht des Geistes, die in seinem Leben jederzeit zu sehen ist (Gal 5,22.23). Wenn sich die Wesenszüge des Herrn Jesus in unserem Leben zeigen, dann bringen wir Frucht für Gott.
Gleichen wir – du und ich – so einem grünen und früchtetragenden Baum, der am Wasser gepflanzt ist?
