Daniel – Fragen und Antworten

Es geht um Daniel 4.

Fragen

  1. In welcher Sprache wurde dieser Text ursprünglich verfasst? Was sagt das aus über den Zustand des Volkes Israel?
  2. Warum ist es merkwürdig, dass Daniel (Belsazar) als Letzter vor den Herrscher kam, um den Traum zu deuten?
  3. Fasse den Traum (Dan 4,6–15) in drei, vier Sätzen zusammen! Wo siehst du wesentliche Unterschiede zu dem Traum in Daniel 2?
  4. Kennst du weitere Stellen in der Bibel, wo Menschen und wo Herrscher mit Bäumen verglichen werden?
  5. Was ist unter „sieben Zeiten“ konkret zu verstehen?
  6. Wie beurteilst du Daniels Reaktion in Daniel 4,19?
  7. Erkläre Daniel 4,23!
  8. Welche Aussage von Daniel war keine Deutung des Traums und warum ist diese Aussage so wichtig?
  9. Was versäumte Nebukadnezar, in den folgenden zwölf Monaten zu tun, und was war stattdessen in seinem Herzen (Dan 4,25–27)?
  10. Welche große Lektion sollte Nebukadnezar durch diese Demütigung lernen und inwiefern ist sie auch für uns wichtig?
  11. An welchen anderen Bibelvers denkst du, wenn du Daniel 4,34 liest?
  12. Das Buch Daniel ist ein prophetisches Buch. Kannst du eine Endzeitbotschaft aus diesem Ereignis mit Nebukadnezar ableiten?

Antworten

  1. In Aramäisch. Das drückt Distanz zu Israel und der hebräischen Sprache aus.
  2. Es ist merkwürdig, weil er den Traum vorher gut gedeutet hatte (Dan 2).
  3. Ein großer, nützlicher Baum wird umgehauen. Die Wurzel bleibt erhalten und wird in Erz gelegt, was weiteres Wachstum verhindert. Das aber ist auf sieben Zeiten begrenzt. – Es geht hier um einen Herrscher und nicht um vier Weltreiche. Bei dem einen Herrscher gibt es Wiederherstellung, bei dem Standbild nicht.
  4. Hesekiel 17,5.6; 31,3; Jeremia 22,15; Psalm 1,3; 37,35; Richter 9.
  5. Sieben Jahre.
  6. Angemessen, ehrerbietig, mitleidig und gleichzeitig mutig.
  7. Nebukadnezar würde das Königtum und den Verstand verlieren, aber das würde nicht dauerhaft sein – bis er erkennt, woher seine Macht kommt.
  8. Daniel 4,24. Dieser Rat von Daniel zeigt das wichtige Prinzip, dass man sich durch Gerechtigkeit den Frieden sichern kann. Außerdem wird deutlich, dass das Gericht nicht unabänderlich ist, sondern dass der König die Chance hat, einen Neuanfang mit Gott zu machen.
  9. Er hatte versäumt, Buße zu tun und sein Leben zu ändern. Er lebte in völligem Stolz.
  10. Er sollte lernen, dass Gott der große Herrscher ist. Das gilt auch für unsere Zeit.
  11. Lukas 14,11.
  12. Der Baum (der erste Herrscher in den Zeiten der Nationen) wird umgehauen: Das erinnert daran, dass das Römische Reich untergegangen ist. Doch es wird eine siebenjährige Periode kommen, in der die Nationen Tiercharakter annehmen werden (Off 13,1). Das Römische Reich in seiner künftigen Form, das Tier aus dem Meer, wird sieben Jahre währen. Nach den sieben Jahren werden die Nationen (aber nicht das Römische Reich an sich) Gott erkennen und ihn verherrlichen.