„Und seine Knechte werden ihm dienen, und sie werden sein Angesicht sehen; und sein Name wird an ihren Stirnen sein“ (Off 22,3.4).
Das Buch der Offenbarung richtet sich an die Knechte (oder Sklaven) des Herrn Jesus – an die Erlösten, die hier als seine Knechte gesehen werden. Gott hat ihnen die Weissagungen dieses Buches gegeben, um ihnen zu zeigen, was bald geschehen muss (Off 1,1; 22,6). In der Zukunft werden diese Knechte die Bewohner des himmlischen Jerusalem sein. Das himmlische Jerusalem stellt die Braut des Lammes dar – die Versammlung während des Tausendjährigen Reiches. Während der Dienst der Gläubigen in der jetzigen Zeit noch von Schwachheit und Unzulänglichkeit geprägt ist, wird er in der Zukunft auf vollkommene Weise ausgeführt werden. Dabei werden die Gläubigen drei Merkmale aufweisen, nach denen wir uns bereits heute in unserem Dienst ausstrecken dürfen.
Sie werden Ihm dienen
Wie wir bereits gesehen haben, wird der Dienst der Gläubigen in jener zukünftigen Zeit vollkommen sein. Heutzutage liegen unserem Dienst oft gemischte Motive zugrunde. Häufig gilt er gar nicht dem Herrn, sondern dreht sich nur um uns selbst. Äußerlich dienen wir vielleicht Ihm, doch oft mit dem Gedanken, uns selbst in den Vordergrund zu stellen. In der Ewigkeit jedoch werden wir Ihm in Vollkommenheit dienen. Unser Dienst wird verschiedene Formen und Ausrichtungen haben, vor allem aber wird er in der vollkommenen Anbetung Gottes gipfeln. Dann wird Gott auch in dieser Hinsicht mit uns zum Ziel gekommen sein: Er, der schon heute solche sucht, die Ihn anbeten, wird dann unzählige Anbeter haben, die Ihn in Geist und Wahrheit anbeten (Joh 4,23).
Sie werden sein Angesicht sehen
Eine der höchsten Segnungen für die Knechte des Herrn wird sein, dass sie sein Angesicht sehen dürfen. Dies spricht von ungetrübter Beziehung und vollkommener Gemeinschaft. Auf der Erde war das Angesicht des Herrn noch mit Schande, Schmach und Speichel bedeckt (Ps 69,8; Jes 50,6), doch dann wird es in Herrlichkeit erstrahlen (2. Kor 4,6). Für seine Knechte bedeutet es vollkommene Freude, sein Angesicht stets vor Augen zu haben. Während wir den Herrn heute oft aus den Augen verlieren und deshalb unabhängig von Ihm handeln, werden wir im Tausendjährigen Reich unseren Dienst in völliger Abhängigkeit von Ihm ausführen (Ps 32,8).
Sein Name wird an ihren Stirnen sein
Was auf der Stirn geschrieben steht, ist für alle sichtbar. Dass sein Name auf unserer Stirn sein wird, bedeutet, dass alles, was dieser Name ausdrückt, an uns erkennbar sein wird. Wir werden Ihn darstellen und sein Bild wird an uns sichtbar sein (1. Joh 3,2). Jeder, der uns sieht, wird etwas von seiner Herrlichkeit an uns wahrnehmen (2. Thes 1,10.12). Zudem zeigt sein Name auf unserer Stirn, dass wir sein Eigentum sind und Ihm für immer angehören. Während heute niemand die Gedanken hinter unserer Stirn erkennen kann, wird dann unsere gesamte Gedankenwelt von Ihm geprägt sein. Er wird der alleinige Mittelpunkt all unseres Sinnens und Trachtens sein.
