
Es ist ein interessantes Buch über die Bibel-Übersetzungsarbeit von J. N. Darby in französischer Sprache erschienen. Das Buch heißt: La Bible Darby et son histoire. Der Autor ist Gilles Despins.[1]. Der Autor hat sehr viel gelesen, um sich einen möglichst umfassenden Eindruck von dieser wenig beachteten Leistung zu verschaffen. Bei der Darstellung der gefundenen Informationen wird schon mal das eine oder andere präsentiert, was man als Nebensächlichkeit empfinden könnte, und manches ist auch redundant.
Hier ein paar Punkte, die manche vielleicht interessieren könnten:
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JND hat drei Bibelübersetzungen vorgenommen: eine deutsche, eine französische und eine englische. Die Arbeit wurde in dieser Reihenfolge erstellt, entsprechend der Notwendigkeit, die der Übersetzer gesehen hat. Die komplette französische und englische Übersetzung erschien posthum. Eine italienische, schwedische und niederländische Übersetzung wurde maßgeblich durch seine Arbeit geprägt.
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Eine solche umfangreiche Arbeit konnte natürlich nur aufgrund einer großen Sprachbegabung durchgeführt werden. JND war entsprechend ausgebildet und beherrschte mindestens acht Sprachen, insbesondere auch Hebräisch und Griechisch. Aber natürlich geschah die Arbeit immer im Team und stets in Verbindung mit Muttersprachlern. Die treuesten Mitarbeiter waren Pierre Schlumberger und W.J. Lowe.
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JND kritisierte die Luther-Übersetzung und meinte, dass Luther manchmal so leichtfertig mit dem Wort Gottes umgegangen sei, dass es ihn empöre. Er legte die Kritikpunkte aber nirgendwo einzeln dar. Dennoch zeigte er auch großen Respekt vor dem Reformator und dessen Glaubensmut.
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JND schätzte die King-James-Übersetzung. Aber als er sich intensiver damit beschäftigte, stellte er auch Schwächen fest. So vermisste er bei der KJV den Grundsatz, dass dieselben Wörter in der Ausgangssprache auch mit denselben Wörtern in der Zielsprache übersetzt werden. Darum entschloss er sich nach langem Zögern doch, auch eine englische Übertragung vorzunehmen, in der die Worttreue oberste Priorität haben sollte.
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JND war mit seiner Übersetzungsarbeit selten zufrieden, sah immer Raum für Verbesserungen und war offen für konstruktive Kritik.
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Die Übersetzungsarbeit war herausfordernd und verschlang viel Zeit. Ein 16-Stunden-Tag war offenbar keine Seltenheit. JND war besorgt darüber, dass diese Arbeit ihn zu sehr beansprucht und sogar von der Gemeinschaft mit Christus abziehen könnte. Doch er erlebte auch viel Segen und arbeitete unverdrossen weiter.
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Er empfand, dass Hiob am schwierigsten zu übersetzen sei.
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Er freute sich darüber, wenn (einfache und arme) Brüder die Übersetzung leicht lesen und verstehen konnten. Auch wenn die Elberfelder prinzipiell als eine Studienbibel konzipiert war, war ihm dieser Grundsatz der Verständlichkeit wichtig. Er schrieb allerdings auch: „Wir hätten unsere deutsche Übersetzung mit einem schönen literarischen Stil verschönern können, doch haben wir uns stattdessen für das entschieden, was am wichtigsten ist, nämlich die Nähe zum Originaltext.“
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Er war bereit, auch neue Wege in der Übersetzung zu gehen. So dachte er nach, das Wort „Evangelium“ mit „guter Nachricht“ wiederzugeben, blieb aber dann doch bei dem gewohnten Ausdruck. Aber das Prinzip, dass man am besten keine Änderungen vornehmen und das Gewohnte einfach fortsetzen sollte, lehnte er ab.
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Bei der Nutzung der Handschriften verließ er sich zunächst auf das Urteil der Grundtextexperten wie Tischendorf, Griesbach, Scholz, Lachmann etc. In späteren Jahren wendete er sich aber mehr der Textforschung zu und verschaffte sich auch Zugang zu seltenen Manuskripten. Diese trockene Detailarbeit liebte er allerdings gar nicht. Den sog. Textus Receptus betrachtete er mehr und mehr als wenig zuverlässig. Er vermerkte aber auch: „Die Handschriften unterscheiden sich hier und da, aber immer und ausschließlich in Details, kleinen Unterschieden, die absolut keinen Einfluss auf den eigentlichen Text haben.“
Die Seite www.csv-bibel.de gibt uns heute noch starke Einblicke in diese Arbeit, indem es den Text der Elberfelder Übersetzung zugänglich macht und mit diversen Grundtextwerkzeugen verknüpft.
Fußnoten:

