Jona wurde durch seine Gedanken an Gott so gestärkt, dass er zu beten begann. Und sein Gebet wurde nicht im Wasser ertränkt, nicht im Bauch des Fisches erstickt, auch nicht von den Meerespflanzen um seinen Kopf festgehalten – es fuhr wie ein Blitz empor, durch Wellen, durch Wolken, über die Sterne hinaus, bis zum Thron Gottes. Jona 2.

*

„Wo ist nun der Ruhm? Er wurde ausgeschlossen. Durch was für ein Gesetz? Der Werke? Nein, sondern durch das Gesetz des Glaubens“ (Römer 3,27). Gott liebt den Glauben und segnet ihn auch, weil er Gott alle Ehre gibt. Der wahre Gläubige lässt nicht zu, dass auch nur ein Hauch von Selbstverherrlichung an seinen Händen haftet. „Wo bleibt da das Rühmen?“, lautete einst eine Frage im Haus des Glaubens, und die Suchenden untersuchten jeden Winkel und jede Ecke in jeder Kammer, um es zu finden, doch sie fanden es nicht. Da sagten sie zum Glauben: „Wo ist das Prahlen?“ Er antwortete: „Ich habe es ausgesperrt.“ – „Es ist ausgeschlossen“, ausgesperrt, und die Tür wurde ihm vor der Nase zugeschlagen. Du glaubst Gott nicht, wenn du mit dem prahlst, was du tust; am wenigsten glaubst du, wenn du stolz auf deinen Glauben bist.

*

Wenn in euch keine Kraft, kein Verstand und keine Weisheit mehr übrig ist, wenn ihr euch eurer Schwäche tief bewusst seid, macht euch diese Erfahrung umso tauglicher, vom Herrn gebraucht zu werden; denn wenn wir schwach sind, dann sind wir stark. Wenn du Vertrauen in Gott hast, ist dem Gläubigen alles möglich. Oh, wann werden sich die Gläubigen auf ihren Gott werfen, so wie sich Menschen in den Strom stürzen, wenn sie schwimmen wollen? Sie suchen keinen Halt mehr, ihr Fuß verlässt den Ort, auf dem er ruhte, und sie werfen sich vertrauensvoll in die Welle. Der ewige Ozean der Liebe und Kraft ist bereit, uns zu tragen: Wir werden tapfer ans Ufer schwimmen, wenn wir nur diesem gesegneten Meer der Liebe vertrauen.