Psalm 31,15: „Ich aber, ich habe auf dich vertraut, HERR; ich sagte: Du bist mein Gott!“

Es vergeht kein Tag in unserem Leben, an dem wir uns nicht auf die Aussagen von Menschen verlassen müssen. Je vertrauenswürdiger uns eine Person erscheint, umso eher sind wir geneigt, das als gegeben hinzunehmen, was uns gesagt wird. Wer dem Wetterbericht vertraut, ist schon oft enttäuscht worden; wer sich zum Beispiel auf die Telefon- oder Bahnauskunft verlässt, wird schon eher damit rechnen können, dass die gegebene Information auch stimmt. Trotzdem bleiben die Angaben ohne Gewähr.

In Glaubensfragen kennen wir jemanden, der unser absolutes Vertrauen genießen kann und der uns nie enttäuscht. Wer sich auf Menschen verlässt, erlebt oft, dass er verlassen ist. Wer sich auf Gott verlässt, wird das nie erleben. Gott wird die in ihn gesetzten Erwartungen seiner Kinder immer erfüllen. Das hat er in der Vergangenheit getan und das wird er auch in der Zukunft tun. Sicher, er handelt nicht immer so, wie wir uns das vielleicht vorstellen. Er handelt in seiner Weisheit, aber er wird uns niemals enttäuschen.

Die Aussage Davids macht klar, dass es eine Person ist, auf die wir uns verlassen. Und diese Person ist kein Mensch, sondern Gott. Menschen machen Fehler und versagen. Menschen sind wechselhaft und ändern deshalb auch oft ihre Meinung. Selbst uns nahestehende Personen können uns einmal enttäuschen. Deshalb hat nur einer unser wirkliches und uneingeschränktes Vertrauen verdient – unser Gott. Der Psalmdichter betont aus diesem Grund: „Ich habe auf dich vertraut, HERR. Du bist mein Gott.“ Er wusste um eine ganz persönliche Beziehung zu ihm. Er nennt ihn Herr (Jahwe) und er nennt ihn „mein Gott“.

Der HERR (Jahwe) ist der Unwandelbare. Er ändert und verändert sich nicht. Im letzten Buch des Alten Testaments hören wir seine feste Zusage: „Denn ich, der HERR (Jahwe), verändere mich nicht“ (Mal 3,6). Und das Neue Testament bestätigt uns diese gewaltige Tatsache. Der Schreiber des Hebräerbriefs sagt: „Jesus Christus ist derselbe gestern und heute und in Ewigkeit“ (Heb 13,8). Dieser Herr ist dein und mein Herr. Wir dürfen um eine ganz persönliche Verbindung zu ihm wissen. Er ist unveränderlich in seiner Liebe zu uns. Deshalb dürfen wir ihm vertrauen.

Er ist aber auch der große Gott, der alles weiß, der alles kann und der überall gegenwärtig ist. Ihm entgeht nicht die geringste Regung unserer Herzen. Ihm ist nichts zu groß und nichts zu klein. Und es gibt keinen Ort auf dieser Erde, wo er uns nicht sieht und findet. Haben wir nicht alle Ursache, diesem großen Herrn und Gott unser ganzes Vertrauen auch heute zu schenken?