Daniel konnte nichts zur Last gelegt werden, wodurch man ihn stürzen konnte. Was taten seine Widersacher? Sie schafften ein Wertesystem, in dem das Normalste der Welt kriminalisiert wurde: das Aussprechen einer Bitte. Und etwas Ähnliches spielt sich auch heute ab. Die normalsten und natürlichsten Dinge der Welt werden kriminalisiert, um solche zu bedrängen, die in Gottesfurcht ihren Weg gehen. Wir wollen auf der Hut sein und nicht einmal den Anschein erwecken, als würden wir von einem göttlichen Kurs abweichen. Daniel blieb nicht nur beim Gebet, als das Verbot erlassen wurde, sondern er blieb auch beim öffentlichen Gebet! Siehe Daniel 6.
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Der Hirte sagt: „So spricht der Herr, HERR: Siehe, ich bin da, und ich will nach meinen Schafen fragen und mich ihrer annehmen. Wie ein Hirte sich seiner Herde annimmt an dem Tag, da er unter seinen versprengten Schafen ist, so werde ich mich meiner Schafe annehmen und werde sie erretten aus allen Orten, wohin sie zerstreut worden sind am Tag des Gewölks und des Wolkendunkels“ (Hes 34). Und in Psalm 23 bestätigt das Schaf gewissermaßen die Nähe des Hirten in dunklen Zeiten: „Auch wenn ich wanderte im Tal des Todesschattens, fürchte ich nichts Übles, denn du bist bei mir; dein Stecken und dein Stab, sie trösten mich.“
