Inhalt des Aufrufs
In 2. Chronika 30,6 bis 9 finden wir den Inhalt von Hiskias Aufruf, den Inhalt seiner Briefe. Hiskia lud die Leute aus dem Gebiet des Nordreichs nicht einfach undifferenziert zum Passah ein. Vielmehr forderte er sie zur Umkehr zu dem Herrn, dem Gott Israels, auf (2. Chr 30,6). Er rief sie zu einer Abkehr von den verkehrten Wegen auf, auf denen sie sich befanden. Dabei hatte er sicherlich die verkehrten gottesdienstlichen Verbindungen vor Augen. In Verbindung mit seinem Aufruf stellt er ihnen auch den Charakter des Hauses Gottes vor. Er bezeichnet es als „sein Heiligtum, das er geheiligt hat“ (2. Chr 30,8).
Wir können also sagen: Hiskia wollte das Passah halten, wie es vorgeschrieben war, und sich an die Kriterien halten, die Gott gegeben hatte. Dabei wollte er auch dem Charakter des Hauses Gottes gerecht werden. Daher wollte Hiskia es halten mit Leuten, die bewusst zu Gott umkehrten und sich von dem abwandten, was sie in ihrem Leben als Ungerechtigkeit erkannten. Er wollte es – um es mit den Worten des Neuen Testamentes zu sagen – mit solchen feiern, mit denen er gemeinsam nach Gerechtigkeit (Übereinstimmung mit Gottes Gedanken) streben konnte (vgl. 2. Tim 2,22).
Für uns können wir festhalten: Das Verlangen, mit allen, die zum Volk Gottes gehören, Gottesdienst zu halten und das Gedächtnismahl des Herrn zu begehen, ist ein gottgemäßes Verlangen – sofern es mit dem aufrichtigen Wunsch gepaart ist, dem Charakter des Hauses Gottes zu entsprechen und gemeinsam mit denen nach Gerechtigkeit zu streben, die den Herrn aus reinem Herzen anrufen. Das sind solche, die sich von jeder Ungerechtigkeit, die sie im Licht des Wortes Gottes erkannt haben, bewusst wegwenden und bereit sind, biblische Unterweisung anzunehmen. Denn nur so kann man wirklich reinen Herzens und in Hinwendung zum Herrn nach Gerechtigkeit streben.
Reaktionen
Wie waren die Reaktionen auf Hiskias Aufruf im Nordreich, im Gebiet derer, die den Gottesdienst und die Feste des Herrn lange nicht praktiziert und sich seit Langem vom Haus Gottes entfernt hatten, weil sie einen eigenen Gottesdienst pflegten? Die meisten reagierten mit Unverständnis und Spott (2. Chr 30,10). Sie sahen offenbar keinen Anlass zur Umkehr. Für den Gottesdienst, wie er den Gedanken Gottes entsprach und wie er Hiskia wieder wichtig geworden war, hatten sie keine Wertschätzung. Dafür waren ihre Gewissen genauso wenig erweckt wie für das Haus Gottes. Offensichtlich waren diese Leute, die auch zum Volk Gottes gehörten, zufrieden mit ihrem eigenen Gottesdienst, den sie von Jerobeam übernommen hatten.
Ähnliche Reaktionen zeigen sich mitunter auch heute, wenn man Gottes Gedanken in Bezug auf sein Haus und wahren Gottesdienst vorstellt und zur Umkehr zu seinen Gedanken aufruft. Die Resonanz fällt nicht immer positiv aus. Viele sind mit „ihrem“ Gottesdienst zufrieden und halten das, was sie aus Tradition pflegen, für das Richtige. Für viele ist auch einfach das, was gefällt und worin man sich wohlfühlt, das, was man favorisiert – auch dann, wenn es nicht in allem den Gedanken Gottes entspricht.
Doch es gab damals auch Ausnahmen. Leute, von denen man es vielleicht am wenigsten erwartet hätte, weil sie aus den entlegeneren Gegenden stammten, kamen nach Jerusalem. Sie folgten nicht nur Hiskias Einladung zum Passahfest, sondern sie fühlten sich auch in ihren Gewissen getroffen. Sie folgten Hiskias Aufruf zur Umkehr und demütigten sich (2. Chr 30,11). Damit zeigten sie, dass sie das Verkehrte, dem sie bisher gefolgt waren, verurteilten, soweit sie es erkannten, und sich davon abwandten. Und dass sie den aufrichtigen Wunsch hatten, Gottes Gedanken zu folgen – Gottes Gedanken im Blick auf sein Haus und wahren Gottesdienst. Sie fühlten sich neu dem Wort des Herrn verpflichtet (2. Chr 30,12).
Gemeinsame Reinigung
In 2. Chronika 30,13 und 14 wird eine große Versammlung beschrieben, die sich in Jerusalem versammelte, um Passah zu feiern. Vorher räumten sie jedoch alle gottesdienstlichen Gegenstände weg, die nicht Gottes Gedanken entsprachen, sondern von Menschen eingeführt worden waren. Darin offenbarte sich ihre Aufrichtigkeit. In ihrem Streben nach Gerechtigkeit, in ihrem Streben nach Übereinstimmung mit Gottes Gedanken handelten sie mit reinem Herzen. Es zeigt sich darin, dass sie von aller Ungerechtigkeit, die ihnen bewusst geworden war, „abstanden“ und sich davon trennten – auch in gottesdienstlicher Hinsicht.
Wer wirklich nach Gottes Gedanken leben möchte, in Übereinstimmung mit seinem Wort, wer darin reinen Herzens ist, trennt sich von allem, was er als nicht in Übereinstimmung mit Gottes Gedanken erkennt. So jemand bleibt auch nicht mit kirchlichen Systemen in Verbindung, die er als nicht in Übereinstimmung mit Gottes Wort erkennt. Er räumt sich auch nicht die (persönliche) Freiheit dazu ein, mit dem Vorwand, dass es auch woanders liebe Kinder Gottes gibt. Sondern er lebt bewusst vor dem Herrn mit dem ernsthaften „Streben“ nach Gerechtigkeit.
Nicht alle rein
Mit 2. Chronika 30,15 beginnt ein Abschnitt, der auf den ersten Blick den Eindruck erweckt, als hätten Hiskia und seine Leute ihre Maßstäbe verändert, als hätten sie unterschiedliche Maßstäbe angelegt. Obwohl
- Hiskia die Priester und Leviten zur persönlichen Heiligung und zur Heiligung des Hauses Gottes aufgefordert hatte mit dem Hinweis, sich von allem Unreinen zu trennen (2. Chr 29,5);
- die Leviten und Priester diesem Aufruf entsprechend gehandelt hatten und sich zuerst selbst und dann das Haus des Herrn geheiligt bzw. gereinigt hatten (2. Chr 29,15–17);
- sie die Vorschriften und Bedingungen für die Teilnahme am Passah sehr genau beachteten und das Passah erst im zweiten Monat feierten, weil die Priester sich vorher nicht in hinreichender Anzahl geheiligt hatten (2. Chr 30,1–3);
- obwohl Hiskia auch die Leute aus dem Nordreich zur Umkehr aufgerufen und dabei die Heiligkeit des Hauses Gottes herausgestellt hatte,
gab es doch solche, die am Passah teilnahmen, obwohl sie sich nicht vorschriftsgemäß gereinigt hatten und daher das Passah nicht so aßen, wie es vorgeschrieben war (2. Chr 30,18). War das nicht inkonsequent? Wie ist dieser veränderte Maßstab zu erklären, der offenbar durch größere Nachsicht geprägt war als der, den man vorher an sich angelegt hatte? Handelte man im Blick auf diese Leute wirklich nach Gottes Gedanken?
Um wen handelte es sich überhaupt? In der Antwort auf diese Frage scheint der Schlüssel zu liegen. Offenbar handelte es sich um Leute aus dem Zehnstämmereich: um „viele von Ephraim und Manasse, Issaschar und Sebulon“ (2. Chr 30,18). Es handelte sich um Leute aus dem Nordreich, die seit Generationen nicht mehr den Gottesdienst geübt hatten, den Gott eingerichtet hatte. Offenbar waren sie aufgrund ihrer Vergangenheit nicht mehr oder nur sehr unzureichend vertraut mit Gottes Gedanken und mit den Bedingungen, die Er für die Teilnahme am Passah niedergelegt hatte.
Dennoch waren sie offensichtlich in guter Absicht und in Aufrichtigkeit nach Jerusalem gekommen. Es waren Leute, die dem Aufruf Hiskias gefolgt waren und den Herrn ehren wollten. Sie waren mit dem aufrichtigen Wunsch gekommen, am Passah des Herrn, diesem „Gedächtnisfest“, teilzunehmen und dieses in Jerusalem beim Haus des Herrn zu halten.
Sie hatten sich auch gedemütigt – über das, was sie selbst als nicht in Übereinstimmung mit Gottes Gedanken in ihrem Leben erkannt hatten. Aber offensichtlich hatten sie die Notwendigkeit der Heiligung oder Reinigung (noch) nicht in der Form erkannt, wie Gott sie eigentlich von seinem Volk erwartete. Handelte es sich dabei vielleicht um die gottesdienstlichen Verbindungen, die nicht Gottes Gedanken entsprachen? Die Schrift lässt es offen.
Dennoch kamen sie in Aufrichtigkeit, entsprechend der Erkenntnis, die sie besaßen. Und Hiskia übte Nachsicht in dem Vertrauen, dass auch Gott Geduld mit ihnen haben würde. Deshalb lässt er sie am gemeinsamen Gottesdienst in Verbindung mit dem Passah teilnehmen.
Belehrung für uns
Hier stellt sich die Frage: Was können wir aus Hiskias Verhalten lernen? Diese Frage stellt sich insbesondere deshalb, weil die Handlungsweise Hiskias manchmal verwendet wird, um die Aufnahmepraxis am Tisch des Herrn zu überdenken. Daher die Frage: Können wir Hiskias Handlungsweise – das scheinbare Anlegen unterschiedlicher Maßstäbe – auf uns heute übertragen? Finden wir dazu Hinweise im Neuen Testament?
Ein Bibeltext, der uns weiterhilft, ist 2. Timotheus 2. In dem Kontext werden wir über das gottgemäße Verhalten in einer Zeit des Niedergangs belehrt, in der die Christenheit mit einem großen Haus verglichen wird, in dem sich große Unordnung und sehr verwirrende Zustände befinden: goldene und silberne sowie hölzerne und irdene Gefäße auf der einen Seite, Gefäße zur Ehre und zur Unehre auf der anderen Seite (2. Tim 2,20).
Vor diesem Hintergrund ergeht an alle, die den Namen des Herrn nennen, der persönliche Aufruf, abzustehen von Ungerechtigkeit (2. Tim 2,19). Der Ausdruck ist allgemein gehalten – was der fehlende Artikel im Grundtext andeutet. Jede Form von Ungerechtigkeit, alles, was nicht Gottes Gedanken entspricht, ist eingeschlossen. Denn im großen Haus der Christenheit gibt es leider sehr vielfältige Formen von Ungerechtigkeit, vielfältige Formen von Abweichungen von Gottes Gedanken. Das betrifft sowohl den persönlichen Bereich als auch den gemeinschaftlichen und kirchlichen oder gottesdienstlichen Bereich des Volkes Gottes.
Dabei müssen wir Folgendes bedenken: Es gibt Formen der Ungerechtigkeit, die jedes wahre Kind Gottes (jeder, der reinen Herzens ist und den Heiligen Geist besitzt) rasch erkennt, die ihm als solche bewusst sind. Es gibt allerdings auch Aspekte von Ungerechtigkeit, von denen das nicht so ohne Weiteres gesagt werden kann.
Abstehen von Ungerechtigkeit
Was durchaus jedem Kind Gottes schnell bewusst wird, ist jede Form von Ungerechtigkeit, die die Person und das Werk des Herrn Jesus berührt. Jede fremde Lehre, jede verkehrte Auffassung, alles, was irgendwie seine Person und sein Werk antastet, kann auch ein junger Gläubiger prinzipiell erkennen. Denn er besitzt nach 1. Johannes 2 die Salbung von dem Heiligen. Durch den Heiligen Geist besitzen auch junge Gläubige die Fähigkeit, zwischen Wahrheit und Lüge oder Irrtum zu unterscheiden (1. Joh 2,20.21.27). Denn die Schafe des guten Hirten zeichnen sich dadurch aus, dass sie seine Stimme kennen und nicht einem Fremden folgen (Joh 10,5.14.27).
Auch moralisch Böses, das in Gottes Wort ganz klar benannt und verurteilt wird, kann jeder Gläubige schnell erkennen und sollte es auch tun. Und wenn er reinen Herzens ist, wird er sich im Gehorsam gegenüber Bibelstellen wie 2. Timotheus 2,19 entschieden davon distanzieren.
Was allerdings den kirchlichen oder gottesdienstlichen Bereich betrifft, kann nicht ohne Weiteres gesagt werden, dass alle Gläubigen zwischen Gerechtigkeit und Ungerechtigkeit mühelos unterscheiden können, zwischen dem, was Gottes Gedanken entspricht, und dem, was ihnen nicht entspricht. Kirchliche Ungerechtigkeit ist für Gläubige, die darin groß geworden sind, oft nur schwer zu erkennen.
So ist zum Beispiel vielen Gläubigen der Unterschied zwischen Israel und der Versammlung nicht bewusst. Daher werden gottesdienstliche Elemente, die sich an das Alte Testament anlehnen, oft nicht als „Ungerechtigkeit“ erkannt – obwohl sie nicht mit Gottes Gedanken übereinstimmen und keine Grundlage im Neuen Testament finden. Auch festgelegte Liturgien sowie das Vorhandensein von Pastoren oder Predigern, die den sogenannten Gottesdienst zelebrieren, werden von Gläubigen, die in solchen Systemen aufgewachsen sind, oft nicht als Abweichung von Gottes Wort erkannt.
Müssen wir solche Glaubensgeschwister „per se“ als nicht reinen Herzens bezeichnen? Keineswegs, solange sie zum einen persönlich und in ihren Verbindungen rein sind, das heißt frei von lehrmäßig oder moralisch Bösem. Und solange sie zum anderen aufrichtig darum bemüht sind, den Willen des Herrn zu erkennen und entsprechend ihrem Maß an Erkenntnis auf eine gottgemäße Weise wandeln.
Und wenn so jemand den Wunsch hat, den Zusammenkünften zum Namen des Herrn beizuwohnen und am Brotbrechen teilzunehmen? Dann müssen wir prüfen, ob die Person auch in diesem Wunsch reinen Herzens ist und ob wir gemeinsam mit ihr nach Gerechtigkeit, Glauben, Liebe etc. streben können (2. Tim 2,22). Wir haben eine Verantwortung solchen Gläubigen gegenüber, ihnen die Wahrheit vorzustellen. Es mag eine Weile dauern. Aber es wird sich zeigen, ob sie biblische Belehrung annehmen. Wenn ja, dann können wir davon ausgehen, dass sie „reinen Herzens“ sind. Dazu zwei „Beispiele“:
Andere Überzeugungen
Können wir im Blick auf den kirchlichen Weg gemeinsam und reinen Herzens nach Gerechtigkeit streben mit jemandem, der bewusst oder aus Gewissensüberzeugungen an einem kirchlichen Weg festhält, den wir nach den Belehrungen der Schrift als nicht in Übereinstimmung mit Gottes Gedanken betrachten – weil er zum Beispiel örtlich unabhängige Gemeinden oder von Menschen ordinierte Prediger für biblisch hält? Würde so jemand nicht gegen sein Gewissen handeln, wenn er bei denen teilnimmt, die gegen seine Überzeugung handeln (vgl. Röm 14,5)? Können wir mit jemandem gemeinsam nach Gerechtigkeit streben, der in Bezug auf den kirchlichen Weg andere Auffassungen und Überzeugungen vertritt, die er auch in Verantwortung vor dem Herrn leben will?
Unbelehrt in Bezug auf den kirchlichen Weg
Anders sieht es aus, wenn jemand im Blick auf den kirchlichen Weg unbelehrt ist und somit gar keine konkreten Überzeugungen in Bezug auf Gerechtigkeit im kirchlichen Bereich vorliegen. Wenn so jemand erkennbar mit dem aufrichtigen Wunsch kommt, am Brotbrechen teilzunehmen, um den Tod des Herrn zu verkündigen, stellt sich ebenfalls die Frage: Können wir wirklich gemeinsam nach Gerechtigkeit streben?
Auch wenn die allgemeine Aufforderung, von jeder Form von Ungerechtigkeit abzustehen, uneingeschränkt bestehen bleibt, sind wir gleichzeitig verpflichtet, Geduld zu üben mit solchen, die die Ungerechtigkeit kirchlicher Systeme (noch) nicht aus der Schrift erkannt haben. Denn wir werden nicht aufgefordert, gemeinsam nach Gerechtigkeit zu streben mit denen, die auch von jeder Form von Ungerechtigkeit abstehen, die wir aus der Schrift erkannt haben, sondern „mit denen, die den Herrn aus reinem Herzen anrufen“ (2. Tim 2,22).
Nicht meine Erkenntnis von Ungerechtigkeit ist der Maßstab oder das Kriterium für das gemeinsame Streben nach Gerechtigkeit, sondern das reine Herz. Wodurch zeichnet sich dieses aus? Woran kann man erkennen, ob jemand reinen Herzens ist? Daran, dass er gern den Willen des Herrn tut, dass er aufrichtig darum bemüht ist, den Willen des Herrn zu erkennen, und dass er entsprechend seinem Maß an Erkenntnis auf eine gottgemäße Weise wandelt. Wer reinen Herzens ist, trennt sich von jeder Form der Ungerechtigkeit, die ihm bewusst geworden ist. Wer reinen Herzens ist, nimmt auch gern Belehrungen an, um Gottes Gedanken besser kennenzulernen und in Übereinstimmung mit seinem Wort zu leben (vgl. Phil 1,9.10; Kol 1,9). Wer reinen Herzens ist, wird auch lernen, dass es nicht nach den Gedanken des Herrn sein kann, an einem Sonntag diese und am nächsten Sonntag jene Grundsätze zu vertreten (dem mag ein gewisser Wachstumsprozess vorangehen). Es ist doch einsichtig, dass man nur einen Weg gehen kann.
Mit solchen Glaubensgeschwistern können und sollen wir gemeinsam nach Gerechtigkeit streben – auch nach kirchlicher Gerechtigkeit. Wenn das Verständnis in diesem Punkt (noch) gering sein mag und der andere vielleicht aufgrund mangelnder Erkenntnis (noch) nicht die Ungerechtigkeit eines kirchlichen Systems sieht, mit dem er in Verbindung steht, und daher für sich noch nicht erkannt hat, dass es sich um Ungerechtigkeit handelt, von der es abzustehen gilt, wollen wir Geduld üben und ihm „den Weg Gottes genauer auslegen“ (vgl. Apg 18,26).
Wir wollen in diesem Punkt nicht nach einem Schema handeln, sondern jeden „Fall“ sorgfältig vor dem Herrn prüfen: Handelt es sich bei der Person, die an den gottesdienstlichen Vorrechten am Tisch des Herrn teilnehmen möchte, um jemanden, der den Herrn aus reinem Herzen anruft? Und können wir gemeinsam nach Gerechtigkeit streben – auch im Blick auf den kirchlichen Weg?
Wenn dies der Fall ist, steht einer gemeinsamen Ausübung der gottesdienstlichen Vorrechte nichts entgegen. So wie Hiskia und seine Leute dürfen wir mit großer Freude und mit ganzem Herzen dabei sein, wenn wir gemeinsam sein Gedächtnismahl halten. Eine echte Rückkehr zu Gottes Wort und seinen Gedanken sowie die persönliche und gemeinschaftliche Heiligung sind allerdings wichtige Voraussetzungen.
Hiskia – Rückkehr zu einem Gottesdienst nach Gottes Gedanken (Teil 3)
